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Wichtiger Hinweis:

Durch einen Zusammenschluss ist die ACE Ltd. nun unter dem Namen Chubb Ltd. zu finden.

Liebe Fonds-Community,

wie bereits angekündigt möchten wir Ihnen folgend gerne Woche für Woche Aktien aus dem Fondsdepot vorstellen, um Sie im Sinne der Transparenz über unseren Ansatz und die Vorgehensweise zu informieren. Mit „Anheuser-Busch InBev S.A.“ und „Apple Inc.“ haben wir den Anfang gemacht. Heute soll es mit der Versicherungsgruppe ACE Limited weitergehen.

Die ACE Group ist ein international agierender Versicherungskonzern, der sich vor allem auf den Bereich der Direkt- und Rückversicherungen spezialisiert hat. Mit ungefähr 21.000 Mitarbeitern und Niederlassungen in 54 Ländern werden somit sowohl Industrie- als auch Privatkunden in über 195 Ländern mit dem Service und der Expertise des Konzerns bedient. Im Jahre 1985 gegründet befindet sich der heutige Hauptsitz in der Schweiz. Am Kapitalmarkt ist die Aktie der ACE Limited hingegen in den USA zu finden und dort an der New Yorker Börse (NYSE) gelistet. Entstanden ist die ACE so wie wir sie heute kennen, durch den Zusammenschluss eines Konsortiums aus 34 Einzelunternehmen. Die historischen Wurzeln der Gruppe reichen hingegen bis ins Jahr 1792 zurück. In Deutschland agiert das Unternehmen  bereits seit 1947.

Ein kurzer Blick auf den langfristigen Chartverlauf zeigt den kontinuierlichen Aufwärtstrend. Mit aktuell 106,01 US$ pro Anteilsschein bewegt sich die Aktie relativ konstant in der Mitte der 1-Jahres-Range. Im Vergleich zum MSCI World Insurance Index als auch zum Stoxx Europe 600 Insurance Index, die jeweils einen Basket aus den wichtigsten Versicherungsunternehmen abbilden, wird die Outperformance der Aktie über die letzten 10 Jahre deutlich.  Das bedeutet, dass sich der fundamental überdurchschnittliche Erfolg, welcher in den folgenden Absätzen erläutert wird, sich auch in der Kursperformance widerspiegelt.

Da es sich im Fonds um Qualitätsaktien handelt, ist vor allem der fundamentale Blick wichtig. Dieser spiegelt sich in den quantitativen, wie auch qualitativen Daten wieder, welche folgend vorgestellt werden.

•      Bewertung: In Anbetracht der guten bilanziellen Struktur erscheint die nachfolgende Bewertung attraktiv.  Aufgrund des substanziellen Wachstums (s. folgend Wachstum & die qualitativen Argumente) rechnen Analysten auf 1-Jahressicht bei einem KBV von 1,19x von einem fundamental geprägtem Aufwärtspotential von ca. 12%.

•      Kapitalstruktur: Eine für die Branche angemessene Eigenkapitalquote (Eigenkapital im Verhältnis zum Gesamtkapital/Bilanzsumme), sowie ein ordentliches Verhältnis von Verschuldung zu Kapital lassen den Versicherungskonzern auf einem gesunden Fundament stehen. Bemerkenswert ist hier vor allem, dass ACE heraussticht, da der Median aller Branchenteilnehmer ein schlechteres Schulden/Eigenkapital-Verhältnis aufweist. Dies bescheinigt ACE demnach nicht nur eine gesunde Aufstellung, sondern darüber hinaus auch ein überdurchschnittlich gutes Abschneiden.

•       Wachstum: Die ACE Gruppe wächst kontinuierlich von Jahr zu Jahr. Dies zeigen sowohl die Wachstumsraten (CAGR – Compound Annual Growth Rate) nach Umsatz als auch Gewinn (bei Verwendung des Nettogewinns). Schaut man sich in einem nächsten Schritt das substanzielle Wachstum anhand des Buchwertes je Aktie an, so fällt ebenso auf, dass ACE im Vergleich zur Konkurrenz im internationalen Vergleich, deutlich schneller voranschreitet.  

Für einen Versicherer sind neben den üblichen Größen wie Umsatz oder Nettogewinn vor allem die Wachstumsraten der Prämien essentiell. Es ist erkennbar, dass sich das Wachstum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht verringert hat. Aufgrund dessen, dass ACE über 50% der Umsätze in Übersee generiert, ist dieser Rückgang vor allem im erstarkten Dollar zu finden. Bereinigt man diese Wachstumsraten um die Währungsschwankungen, so hätte sich ein deutlich stärkeres Wachstum von ca. +5% ergeben. Dies deutet daraufhin, dass die angebotenen Produkte und Dienstleistungen der Gruppe weiterhin auf rege Nachfrage treffen und ein organisches Wachstum erzeugen, jedoch äußere Umstände das Ergebnis beeinflusst haben.

Die qualitativen Argumente

•      Combined-Ratio: Die sog. Combined-Ratio, oder zu Deutsch Schaden-Kosten-Quote, gehört im Versicherungsgeschäft zu einer der wichtigsten Kennzahlen. Sie drückt aus, in welchem Verhältnis die Aufwendungen für Schäden, Abschluss- und Verwaltungskosten zu den Prämieneinnahmen stehen. Es darf unterstellt werden, dass je niedriger dieses Verhältnis ausfällt, desto profitabler ist das Unternehmen ausgerichtet. Es wird also großer Wert darauf gelegt, dass nur Geschäfte abgeschlossen werden, die sich für den Gesamtkonzern als profitabel erweisen. Im Vergleich zur Konkurrenz (Peers bzw. Peergroup) ist ACE deutlich besser aufgestellt, was die folgende Grafik anhand des 10-Jahres-Durchschnittes der Combined-Ratio verdeutlicht.

•      Loss Ratio: Eine weitere versicherungstechnische Kennzahl, die angibt, wie stark der Einfluss von z.B. Naturkatastrophen und die damit einhergehende Inanspruchnahme der Versicherungen ist. Ein Blick auf die folgende Grafik, in der die „Cat-Loss-Ratio“ (Cat steht hierbei für catastrophe) in Gelb dargestellt ist, macht deutlich, dass diese im abgelaufenen Quartal sehr niedrig ausgefallen ist. Dies führt zu geringeren Belastungen durch die Auszahlung von Versicherungssummen und steigert somit den Unternehmenserfolg. 

•      Liquide Mittel:

o      Aktienrückkaufprogramm: Wie bereits im Fall Apple dargestellt nutzt auch die ACE Group ihre starke Bilanzstruktur zu Gunsten der Aktionäre. Zum einen werden auf direktem Wege in einem gesunden Maß Gewinnbeteiligungen ausgeschüttet und zum anderen hat das Unternehmen ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm gestartet. Für 2015 stehen dafür 1,5 Mrd. US$ zur Verfügung von denen ACE im ersten Quartal bereits 340 Mio. US$ für diesen Zweck verwendet hat. Dies wirkt sich nicht direkt gewinnbringend auf die Aktionäre aus, stützt jedoch den Kurs durch eine konstante Nachfrage. 

o      Akquisitionen: Laut jüngsten Schätzungen von Morgan Stanley stehen der Gruppe in 2015 ungefähr 8 Mrd. US$ an überschüssigem Kapital zur Verfügung. Neben den bereits genannten Verwendungspunkten, ermöglicht dies dem Unternehmen auch weitere Zukäufe. Basierend auf strategisch sinnvollen Ergänzungen wird somit erwartet, dass Investitionen durch die zur Verfügung stehenden freien Mittel die Profitabilität der Gesamtgruppe deutlich steigern können. Die für Investoren wichtige Eigenkapitalrentabilität (eng. ROE – Return on Equity), welche die Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals (und hier notiert  das Kapital des Anlegers) angibt,  soll dadurch gesteigert werden.

•      Emerging Markets: Hierzulande wird von Branchenkennern oftmals unterstellt, dass die Bevölkerung eher überversichert ist. In den sog. Emerging Markets (Entwicklungsländer mit deutlich höherem Wachstumspotential) ist das Thema der Absicherungen und Vorsorge noch nicht derart präsent, sodass dadurch eine attraktive Wachstumsdynamik vorhanden ist. Die ACE Group ist in diesen Ländern bereits gut aufgestellt, was die Wachstumskennzahlen unterstreichen. Hatte die Regionen Asien und Lateinamerika im Jahre 2009 „nur“ einen Umsatzanteil von 15%, sind es fünf Jahre später bereits 25%. Im gleichen Zeitraum hat der Umsatzanteil (Achtung nicht Umsatz, sondern Verhältnis zum Gesamtertrag der Gruppe) in den USA und Europa um 6 bzw. 4 Prozentpunkte abgenommen. Dass die Zukunft den Emerging Markets gehört zeigen auch die Visionen des Unternehmens, die nach eigenen Angaben in einem ersten Schritt gerne 36% Umsatzanteil dort erzielen möchten.

•      Geduld und Fokus: Das Unternehmen hat fixe Leitlinien definiert nach denen man agieren will. Schlagworte wie beispielsweise „Geduld“ sind in den hektischen Märkten heutzutage nicht oft zu finden. Bei ACE ist dies hingegen der Fall, was einmal mehr den fundamentalen und langfristigen Charakter des Engagements unterstreicht. Mit eben dieser Geduld und einer disziplinierten Unternehmenskultur will man sich auf organisches Wachstum konzentrieren und die globale Aufstellung dafür nutzen sich stets auf die besten Optionen im Sinne der Gesamtgruppe zu konzentrieren.  

 

Im Fazit:

Unterm Strich bringt die ACE Group zahlreiche positive Argumente mit, die es rechtfertigen diesen Titel als langfristig sinnvolles Investment einzustufen. Ein gesundes Fundament, bei nicht zu hoher Bewertung und attraktiven überdurchschnittlichen Wachstumsraten geprägt durch eine gute Aufstellung in dynamischen Entwicklungsländern sind erste quantitative Pluspunkte. Die attraktive Combined Ratio unterstreicht den intelligenten Fokus auf Profitabilität und ein Aktienrückkaufprogramm, sowie strategische Zukäufe die sinnvolle Nutzung der hohen Cash-Quoten. Alles in allem ist die ACE Group ein interessantes und langfristig sinnvolles Engagement aus dem Versicherungsbereich.

 

Quelle: ACE Group, www.am-capital.de, www.bloomberg.com, www.reuters.com, Morgan Stanley Research

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Gem. WpHG § 31 Abs. 2 Nr. 2 machen wir hier folgende Angabe

Die hier dargestellten Einschätzungen bewerben nicht den Kauf/Verkauf der genannten Titel, Märkte oder Finanzinstrumente, sondern dienen der vertiefenden Darstellung zu den Anlagepositionierungen des Dirk Müller Premium Aktien Fonds. Nicht alle gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen sind erfüllt. Es besteht kein Handelsverbot vor der Veröffentlichung. Die Angaben stellen keine Anlageberatung dar, da sie ohne Ansehung persönlicher Verhältnisse und Anlageziele ausschließlich als Markteinschätzungen zu verstehen sind.

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