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Liebe Fonds-Community,

wie bereits angekündigt stellen wir Ihnen Woche für Woche Aktien aus dem Fondsdepot vor, um Sie im Sinne der Transparenz über unseren Ansatz und die Vorgehensweise zu informieren. In alphabetischer Reihenfolge haben wir Ihnen in den vergangenen Wochen bereits erste Analysen präsentiert. Eine Übersicht dazu finden Sie hier.

Die AON Plc. ist ein weltweit agierender Versicherungs- und Rückversicherungsmakler, Dienstleister für Risikomanagement und Berater in allen Fragen rund um den Aspekt „Personal“ innerhalb eines Unternehmens. Mit über 69.000 Mitarbeitern agiert das Unternehmen in über 120 Ländern. Allein in Deutschland sind an acht Standorten 1.700 Mitarbeiter beschäftigt. Um die potentiellen Chancen des Unternehmens zu erkennen, ist es wichtig das Geschäftsmodell voll und ganz zu verstehen, weswegen wir uns folgend mit den einzelnen Segmenten auseinandersetzen möchten.

  • AON Risk Solutions: In diesem Segment werden Unternehmen bedient, die ihre spezifischen Risiken definieren und absichern möchten. AON analysiert demnach die individuellen Risiken eines Unternehmens je nach Branche, Region und Marktlage, entwickelt dafür die richtige Strategie und implementiert diese abschließend u.a. mit passenden Versicherungsprodukten.
  • AON Benfield: Innerhalb dieses Segments werden vor allem Versicherungen bedient ihre eigenen Risiken abzusichern, sodass AON als Rückversicherungsmakler auftritt. Dabei bietet AON die Konzeption und Platzierung von Rückversicherungsportfolios inklusive des Schutzes einer Bilanz an.
  • AON Hewitt: Unternehmen müssen  sich immer wieder regelmäßig  auf verändernde Rahmenbedingungen für die Personalführung einstellen. Neue Vorschriften, betriebliche Altersvorsorge oder Weiterentwicklungsmöglichkeiten sind nur einige der zahlreichen Parameter. Genau da setzt AON an und bietet Kunden eine allumfassende Beratungsdienstleistung zur Meisterung der sich immer wieder stellenden Herausforderungen.

Die große Qualität der Aktie spiegelt sich auch im Chart wieder. Im langfristigen Kursverlauf der letzten 20 Jahre konnte die Aktie den S&P500, in welchem sie selbst gelistet ist, gerade in den letzten Jahren deutlich hinter sich lassen. Vor der großen Korrektur im August konnte die Aktie mit 107,08 US$ sowohl das 52-Wochen-Hoch markieren, welches gleichermaßen auch das All-Time-High des Papieres darstellt. 

Da es sich im Fonds um Qualitätsaktien handelt, ist vor allem der fundamentale Blick wichtig. Auf diesen möchten wir vorerst quantitativ und folgend qualitativ näher eingehen.

  • Bewertung: AON ist  aus unserer Sicht aufgrund des längerfristigen Wachstumspotenzials immer noch günstig bewertet.

  • Cash Flow: Der Cash-Flow als ein weiterer wichtiger quantitativer Faktor der Bewertung und Attraktivität eines Unternehmens konnte in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert werden und betrug in 2014 rund 1.39 Mrd. US$. Bis 2017 will das Unternehmen einen Free-Cash-Flow von 2.3 Mrd. US$ erreichen. Dazu sollen u.a. folgende Maßnahmen beitragen:

    • eine Verbesserung der Margen (s. auch „Die qualitativen Argumente“)
    • ein geringerer Aufwand an Barmitteln durch niedrigere Kosten bei Pensionsbeiträgen und einer abgeschlossenen Umstrukturierung
    • günstigere steuerliche Bedingungen (u.a. Verlegung des Firmensitzes nach London in 2012)
    • eine Verbesserung des Working-Capitals durch Annäherung des Verhältnisses von Forderungen zu Verbindlichkeiten

  • Wachstum & Profitabilität: Die Wachstumskennziffern sowohl nach Umsatz als auch Gewinn zeigen auf, dass sich AON auf einem stetigen und konstanten Wachstumspfad befindet. Besonders beeindruckend ist vor allem der langfristige 10-Jahres-Trend. Wohingegen andere Unternehmen der Branche empfindliche Einbußen hinnehmen mussten, konnte sich AON stabil und besser als vergleichbare Wettbewerber aus dem Finanzbereich entwickeln. Mit einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von 9,66% in den letzten fünf Jahren konnte man ordentlich zulegen. Besonders attraktiv ist weiterhin, dass es dem Management seit der Talsohle in 2010 gelingt, die Margen immer weiter zu steigern. Gemäß dem Konsens der Analysten soll dieser Trend auch in den kommenden Jahren fortgesetzt werden.

Die qualitativen Argumente

  • Mehrfach weltweiter Marktführer: Starke Marken und gute Positionierungen erzeugen einen Burggraben, welcher vor neuen Eindringlingen schützt und somit auch künftige Umsätze und Gewinne garantiert. So ist AON sowohl Nummer 1 bei den Versicherungsmaklern für Erstversicherungen wie auch bei Rückversicherungen. Als Marktführer in Personalberatungs-Dienstleistungen ist man ebenfalls Nummer 1 im Outsourcing von Geschäftsprozessen im Personalwesen sowie der damit zusammenhängenden Verwaltung von Sozialleistungen.  
  • Umsatzdiversifikation: Ähnlich wie ein jedes Portfolio zur Risikoabsicherung vernünftig diversifiziert sein sollte, verhält es sich auch bei den Absatzländern eines Unternehmens. Knapp die Hälfte aller Erträge werden bei AON in den USA generiert. Jedoch ist man auf der ganzen Welt aktiv, hat bereits andere wichtige Märkte erschlossen und kann somit Schwächen im einen Markt durch aufkommende Trends in der Versicherungsbranche in anderen Regionen abfedern.
  • Digitaler Umbruch: Wie viele Branchen durchlebt auch das Versicherungswesen einen Umbruch im Zeitalter der Digitalisierung von Geschäftsmodellen. Auch hier geht AON voran und versucht eine Marktführerschaft aufzubauen. Mit der digitalen Abwicklungsplattform „AON Carrier Link“ wird der Konzern künftig Risiken seiner Unternehmenskunden in den Bereichen Haftpflicht, Sach, Transport und technische Versicherungen ausschreiben. Durch eine einfache Bedienung will man Unternehmenskunden und Versicherer über einen innovativen und effektiven Weg durch Ausschreibungen, Verhandlungen und den dazu führenden Abschlüssen zueinander führen. Die besonders wichtigen und bei allen Vorgängen einhergehenden Haftungsrisiken sollen durch eine lückenlose Dokumentation auch den Compliance-Vorschriften entsprechen. Dieser digitale Umbruch, welcher im Zuge der Industrie 4.0 immer stärker auch von der Versicherungsbranche gefordert wird, sollte ein wichtiger Bestandteil für AON sein. Erste Schritte sind also gemacht um der Branche weiterhin ein Stück voraus zu sein.   
  • Fokus auf Profitabilität: Das sogenannte „Insurance Underwriting“ Geschäft, welches in 2004 noch ca. 32% der Umsätze ausgemacht hat, beschäftigte sich mit der Bewertung von Versicherungsrisiken und dem darauf folgenden Pricing. Allerdings ist dieses Geschäft äußerst kapitalintensiv, erzeugt auf der anderen Seite hingegen nur geringe Margen. Aus diesem Grund hat man sich bis heute von diesem Geschäft verabschiedet und fokussiert sich auf die deutlich rentableren Bereiche HR(Human Resources) Solutions und Risk Solutions. In diesen Bereichen werden weiterhin hohe Cash-Flows generiert, die u.a. durch die immer wiederkehrenden Umsatzeinnahmen erzeugt werden. Die folgende Grafik veranschaulicht diese Entwicklung.

Im Fazit:

Alles in allem ist AON ein interessantes Unternehmen aus dem Versicherungswesen. Das überdurchschnittliche Wachstum im Vergleich zum Wettbewerb, wird durch ein Management ergänzt, das den Konzern durch unterschiedliche Maßnahmen zu mehr Profitabilität verholfen hat und auch zukünftig verhelfen will. Immense Kosteneinsparungen und ein stetig steigender Cash-Flow sollten somit mittel- bis langfristig auch dem Aktienkurs zu Gute kommen. Die Marktführerschaft der international tätigen Gesellschaft, welche bereits auch im Zeitalter der Industrie 4.0 verfolgt wird, erzeugt eine erfolgreiche Daseinsberechtigung dieses Unternehmens auch in Zukunft. 

 

Quelle: www.am-capital.de, www.bloomberg.com, www.reuters.com

 

Analyse erstellt von Focam AG in Zusammenarbeit mit A.M. Capital Management

Gem. WpHG § 31 Abs. 2 Nr. 2 machen wir hier folgende Angabe

Die hier dargestellten Einschätzungen bewerben nicht den Kauf/Verkauf der genannten Titel, Märkte oder Finanzinstrumente, sondern dienen der vertiefenden Darstellung zu den Anlagepositionierungen des Dirk Müller Premium Aktien Fonds. Nicht alle gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen sind erfüllt. Es besteht kein Handelsverbot vor der Veröffentlichung. Die Angaben stellen keine Anlageberatung dar, da sie ohne Ansehung persönlicher Verhältnisse und Anlageziele ausschließlich als Markteinschätzungen zu verstehen sind.

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