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Liebe Fonds-Community,

wie bereits angekündigt stellen wir Ihnen Aktien aus dem Fondsdepot vor, um Sie im Sinne der Transparenz über unseren Ansatz und die Vorgehensweise zu informieren. In alphabetischer Reihenfolge haben wir Ihnen in den vergangenen Wochen bereits erste Analysen präsentiert. Eine Übersicht dazu finden Sie hier.

Das schwedische Industrieunternehmen Atlas Copco hat sich als Zulieferer für unterschiedliche industrielle Sektoren auf die Entwicklung, Produktion und Lieferung unterschiedlichster Baumaschinen und -teile spezialisiert. Dabei bedient das bereits 1873 gegründete und somit historisch gewachsene Unternehmen vier Kernbereiche:

  • Bautechnik (15% Umsatzanteil)
  • Bergbautechnik (26% Umsatzanteil)
  • Kompressorentechnik (45% Umsatzanteil)
  • Industrietechnik (14% Umsatzanteil)

Als international aufgestellter Konzern gehört Atlas Copco zu den größten und führenden Unternehmen der Branche. Entwickelte und hergestellte Produkte werden sowohl verkauft als auch im Leasing angeboten und weltweit unter unterschiedlichen Marken vertrieben. Der Verkauf und After-Sales-Service bilden dabei die Kernsegmente des Geschäftsmodelles. Somit erreicht das Unternehmen dezentralisiert Kunden weltweit in über 180 Ländern, von denen nochmals ca. die Hälfte durch eigene Standorte direkt und schnell bedient werden können.

Der Chartverlauf zeigt langfristig eine deutliche Outperformance gegenüber dem DAX-Index. Dieser langfristige Trend entspricht dabei voll und ganz den angestrebten Zielen des Fonds. Der starke Kursrückgang seit Ende April ist auf die fallenden Rohstoffpreise zurückzuführen, da die Minengesellschaften ein wichtiger Kundenstamm von Atlas Copco sind. Aufgrund der geringeren Erlöse bei den Minenwerten sind auch die Investitionen in Maschinen zurückgefahren worden. Dies hat den Aktienkurs nachhaltig belastet. Die nachlassende Konjunkturdynamik in China sorgte ebenfalls für eine getrübte Stimmung bei den Anlegern.

Da es sich im Fonds um Qualitätsaktien handelt, ist vor allem der fundamentale Blick wichtig. Auf diesen möchten wir vorerst quantitativ und folgend qualitativ näher eingehen.

  • Bewertung: Das Unternehmen verfügt für einen Industriebetrieb über eine recht hohe Betriebsmarge von über 18% und über eine erstaunlich hohe Rentabiliät des Gesamtvermögens (RoA) von knapp 14% für das laufende Jahr. Zum Vergleich Wettbeweber aus diesem Segment kommen gerade mal auf Kennziffern von etwa 5%. Neben den sehr guten Produkten hilft auch der hohe Anteil an Dienstleistungen (Service) zu diesen sehr guten Kennziffern. Noch besser ist Atlas Copco beim Cash Flow aufgestellt. Der freie Cash Flow lag zuletzt bei etwa 17 Mrd. SEK. Anzumerken ist hingegen, dass das Kurs-Gewinn-Verhältnisses und vor allem das Kurs-Buchwert-Verhältnisses bereits für eine ordentliche Bewertung spricht. Die gute Marktposition, wie auch das künftige Wachstum sollten diese Bewertung jedoch rechtfertigen und auch künftige Kurssteigerungen zulassen.
  • Kapitalstruktur: Die Verschuldung konnte deutlich zurückgefahren werde. Ende 2014 betrugen die Verbindlichkeiten gemessen am Gesamtkapital den geringsten Anteil seit 2006. Dies ist vor allem auf eine kontinuierliche Verringerung der langfristigen Verschuldung zurückzuführen. Auf der anderen Seite hingegen erreichte der freie Cashflow nach Abschluss des dritten Quartals 2015 auf 12-Monatssicht gesehen (TTM) den höchsten Stand der Unternehmensgeschichte. Mit ca. 14,75 Mrd. SEK an freien Barmitteln steht dem Unternehmen somit genügend Liquidität zur Verfügung um auch zukünftig wichtige Innovationen voranzutreiben und auf die Herausforderungen des Marktes flexibel zu reagieren.
  • Wachstum & Profitabilität: Aufgrund der Schwäche in der Öl- und Gasindustrie haben sich die Umsätze nach einem ordentlichen Start in Q1/2015 in Q2 und Q3 „lediglich“ konstant bewegt. Daher ist es umso positiver, dass das Management es geschafft hat, die Profitabilität in allen vier Kernbereichen deutlich zu steigern. Ein Blick auf die Zahlen des dritten Quartals lassen diese Beobachtung deutlich werden.

Die qualitativen Argumente

  • Effektivität: Das Kapital des Fonds vertrauen wir Unternehmen und somit auch dem Management an. Daher ist es wichtig auch die Effektivität zu prüfen, mit der die Führungsetage das Kapital der Firma einsetzt. Eine Kennzahl dafür ist die Geldumschlagsdauer (englisch: Cash Conversion Cycle oder CCC). Dabei wird die durchschnittliche Bindung liquider Mittel im Umlaufvermögen gemessen. Je kürzer die Kapitalbindung, desto besser ist die Effektivität. Im Falle von Atlas Copco ist positiv hervorzuheben, dass sich die Bindung von Kapital und somit die Effektivität deutlich verbessert hat. Die folgende Grafik untermauert diese Aussage.

Mit einer Rentabilität auf das eingesetzte Eigenkapital von 31,57% (MRQ) hat man es ebenso geschafft die verfügbaren Eigenmittel deutlich effektiver einzusetzen als die Konkurrenz.

  • Nachhaltigkeit: Auf Nachhaltigkeit zu achten ist neben dem finanziellen Erfolg ein weiteres wichtiges Ziel des Fonds. Somit passt Atlas Copco als nachhaltig sehr aktiver Konzern exzellent in dieses Bild. Erst vor wenigen Wochen wurde man von Newsweek als umweltfreundlichster Industriekonzern eingestuft. Weiterhin konnte man sich bereits zum fünften Mal in Folge einen Platz im streng kontrollierten Dow-Jones-Nachhaltigkeitsindex sichern. Gerade letzteres unterstreicht den langfristigen und erfolgreichen Ansatz Atlas Copcos sich als umweltfreundlicher und nachhaltiger Industriekonzern zu etablieren und diese Werte auch beizubehalten.
  • Hoher Cashflow: Weiterhin ist der besonders hohe Cashflow, welcher auch in die Bewertung eines Unternehmens einfließt, deutlich gestiegen. Mit einem Cashflow-Anteil am Umsatz von 14,78% (TTM) ist dieser so hoch wie seit 2009 nicht mehr. Allein im dritten Quartal konnte der Kassenzufluss mit 5,42 Mrd. SEK um stolze 24% (!) zum Vorjahreszeitraum gesteigert werden.
  • Service: Der Bedarf nach Produkten des Unternehmens ist eng an die weltwirtschaftliche Entwicklung gekoppelt. Aus diesem Grunde befindet sich die Nachfrage nach neuen Produkten derzeit nicht im fulminanten Wachstum. Nichtsdestotrotz schafft es das Management trotz dessen Positives daraus zu ziehen. Innerhalb dieses gut diversifizierten Geschäftsmodells konnten die Umsätze beim Service deutlich verbessert werden, sodass man ausbleibende Neukäufe durch einen kundennahen After-Sales-Service gut abfedern kann. Somit hat man einen weiteren wichtigen Teil des Wertschöpfungsprozesses bedient und die Bindung zum Kunden intensiviert. Ziel ist es, den Umsatzanteil aus Dienstleistungen in den kommenden Jahren von jetzt ca. 43% auf 50% zu steigern.
  • Umsatzdiversifikation: Viele Absatzmärkte ermöglichen eine breite Partizipation am weltweiten Wirtschaftswachstum. Dabei ist es völlig normal, dass sich einige Regionen in gewissen Zeiten besser entwickeln als andere. Dadurch, dass Atlas Copco international aufgestellt ist, fährt man heute bereits auf jedem Kontinent der Erde erhebliche Erträge ein. Schwächelt also eine Region, kann diese durch eine andere ausgeglichen werden und umgekehrt.

Eingangs wurde ebenso bereits aufgeführt in welchen Segmenten das Unternehmen welchen Umsatzanteil erwirtschaftet. Ein Risiko, welches wir dabei sehen und voll und ganz in unsere Überlegungen einbezogen haben, ist der hohe Umsatzanteil in der Bergbautechnik (26%). Bekanntermaßen befindet sich diese Branche in einer derzeitig schwierigen Phase. Dies wirkt sich daher auch negativ auf die Ergebnisse von Atlas Copco aus. Die gute Diversifikation hingegen sorgt in diesem Fall dafür, dass Schwächephasen in einzelnen Segmenten gut abgefedert werden können. 

Im Fazit:

Alles in allem ist Atlas Copco ein exzellentes schwedisches Unternehmen, welches in diesem Segment zu den weltweit führenden Konzernen gehört. Ein nachhaltig aufgestellter Konzern, der aus unserer Sicht preiswert ist und effektiv geleitet wird hat in den vergangenen 140 Jahren bewiesen sich neusten Entwicklungen immer wieder anzupassen und erfolgreich daran zu partizipieren. Die attraktive und breit gefächerte Aufstellung mit dezentralisierten und somit kundennahen Lösungen sollte auch in Zukunft für Wachstum sorgen. Die ausgezeichnete Liquiditätssituation bei gesunkener Verschuldung schafft abschließend genügend Spielraum für künftige Innovationen und kleinere Übernahmen. Selbstverständlich sind wir uns der Risiken z.B. rund um den Einfluss der wirtschaftlichen Entwicklung wie auch der Sparte Bergbautechnik bewusst. Nichtsdestotrotz gehört Atlas Copco aus den genannten Gründen für uns zu den Top-Picks der Branche und erfüllt die Qualitätsansprüche des Dirk-Müller-Premium-Aktienfonds.

 

Quelle: www.atlascopco.com, www.am-capital.de, www.bloomberg.com, www.reuters.com

Analyse erstellt von Focam AG in Zusammenarbeit mit A.M. Capital Management

Gem. WpHG § 31 Abs. 2 Nr. 2 machen wir hier folgende Angabe

Die hier dargestellten Einschätzungen bewerben nicht den Kauf/Verkauf der genannten Titel, Märkte oder Finanzinstrumente, sondern dienen der vertiefenden Darstellung zu den Anlagepositionierungen des Dirk Müller Premium Aktien Fonds. Nicht alle gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen sind erfüllt. Es besteht kein Handelsverbot vor der Veröffentlichung. Die Angaben stellen keine Anlageberatung dar, da sie ohne Ansehung persönlicher Verhältnisse und Anlageziele ausschließlich als Markteinschätzungen zu verstehen sind.

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