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Liebe Fonds-Community,

wie bereits angekündigt stellen wir Ihnen Aktien aus dem Fondsdepot vor, um Sie im Sinne der Transparenz über unseren Ansatz und die Vorgehensweise zu informieren. In alphabetischer Reihenfolge haben wir Ihnen in den vergangenen Monaten bereits erste Analysen präsentiert. Eine Übersicht dazu finden Sie hier.

Die Celgene Corporation ist ein US-amerikanisches biopharmazeutisches Unternehmen. Es hat sich dabei auf die Herstellung von Arzneimitteln gegen Krebserkrankungen sowie weiteren Krankheiten des Immunsystems spezialisiert. Bereits im Jahre 1986 gegründet, hat man sich ganz bewusst auf die Sektoren konzentriert, die Patienten mit bisher unheilbaren und teilweise lebensbedrohlichen Erkrankungen betreffen.

Heute beschäftigt das Unternehmen mit Hauptsitz in New Jersey weltweit über 6.000 Mitarbeiter. Die Wurzeln der Gesellschaft reichen sogar noch sechs Jahre früher ins Jahr 1980 zurück. Gegründet als Geschäftssparte von Celanese wurde man dann durch die Übernahme in 1986 durch die Hoechst AG  abgespalten und separat an die Börse gebracht. Seitdem ist man sowohl organisch als auch durch M&A-Aktivitäten (Mergers & Acquisition = Fusionen & Übernahmen) stark gewachsen.

Ein erster Blick auf den Chart zeigt bereits, warum wir Celgene für einen geeigneten und qualitativ hochwertigen Wert für den Dirk-Müller-Premium Aktienfonds halten. In den letzten drei Jahren konnte die Aktie sowohl den Dow Jones Index als auch den von Reuters berechneten Index aller Unternehmen im Gesundheitssektor abhängen. Auf dem Weg zu diesem Erfolg musste man sich zwar immer wieder nicht unerheblichen Schwankungen ausgesetzt sehen, jedoch wachsen die attraktivsten Renditen bekanntermaßen am Baum der Geduld.

Da es sich im Fonds um Qualitätsaktien handelt, ist vor allem der fundamentale Blick wichtig. Auf diesen möchten wir vorerst quantitativ und folgend qualitativ näher eingehen.

•       Bewertung: Die Bewertung im Pharmasektor und hier im speziellen im Bereich der Biotechnologie ist immer gesondert zu betrachten und darf nicht mit konventiellen Branchen verglichen werden. Gerade künftige Wachstumsfantasien aber auch die hohen frei verfügbaren Cashflows führen zu deartigen Bewertungskennzahlen. Aus diesem Grunde kann vor allem ein Vergleich mit der Branche aber auch dem historischen Mittelwert der Aktie herangezogen werden. In diesem Zusammenhang wird deutlich, dass Celgene zum aktuellen Zeitpunkt günstig bewertet ist. Das durchschnittliche Kurs-Gewinn-Verhältnis aller Konkurrenten liegt beispielsweise ca. 17% höher als im Falle Celgene. Bei Annahme, dass Aktien langfristig immer wieder zu ihrem historischen Bewertungsmaßstab zurückkehren, wäre ein fairer Kurswert bei ca. 120 US$ denkbar, wodurch ein attraktives Aufholpotential (alternativ „Sicherheitsmarge zum fairen Kurs“) bestünde.

•       Kapitalstruktur: Mit freien Cashflows von fast 2.3 Mrd. US$ in den letzten zwölf Monaten (ttm) versteht es das Unternehmen exzellent die steigenden Umsätze auch in bare Münze umzuwandeln. In 2006 erzielte man lediglich Barmittel in Höhe von 25 Mio. Euro. Fünf Jahre später waren es bereits 1,68 Mrd. US$ und nach weiteren vier Jahren beläuft sich der Wert auf die angesprochenen 2,3 Mrd. US$. Dieses Wachstum macht deutlich, dass Celgene nicht nur gut aufgestellt ist, sondern diese Situation sukzessive verbessert. Insgesamt verfügt Celgene über 6,55 Mrd. US$ an liquiden Mitten in der Bilanz. Dies ermöglicht einen hohen Handlungsspielraum.

•       Wachstum & Profitabilität: Die folgende Grafik lässt die Daseinsberechtigung des Unternehmens in unserem Fonds deutlich werden. Celgene schafft es die Umsätze von Jahr zu Jahr nicht nur kontinuierlich, sondern gleichermaßen auf einem sehr hohem Niveau zu steigern. Innerhalb der letzten fünf Jahre konnte der Umsatz im Durchschnitt um über 20% pro Jahr verbessert werden. Die operativen Gewinne sind etwas weniger mit „nur“ 19% p.a. gestiegen. Grund für die Underperformance beim Gewinn: die deutlich gestiegenen Ausgaben für Forschung  und Entwicklung. Auch für die kommenden Jahre erwarten die Analysten ein Gewinnwachstum von über 20% p.a..

Quelle: Eigene Darstellung

Die qualitativen Argumente

Forschung & Entwicklung: Stillstand bedeutet Rückstand. Für kaum eine andere Branche gilt dieses Kredo so sehr wie für die Pharmaindustrie. Aus diesem Grunde wird gerade bei Celgene ein essentieller Anteil der Erträge in den Bereich Forschung und Entwicklung (R&D) gesteckt. Dies ist überlebenswichtig, um auch „morgen“ neue Medikamente zu entwickeln und davon zu profitieren. Sobald für bestehende Arzneien die Patente auslaufen, betritt die Konkurrenz mit Generika bzw. bei biotechnologisch entwickelten Produkten mit Biosimilars den Markt. Dies erhöht das Angebot und drückt dementsprechend auf die Margen. Immer wieder neue Produkte zu entwickeln ist also ein Schwerpunkt des Geschäftsmodelles. In Anbetracht der vergangenen zwölf Monate (ttm = trailing twelve months) beläuft sich der Wert dieser Investitionen auf stolze 40,50% des Umsatzes. Das heißt, dass über 40% der Umsätze direkt in die Erforschung neuer Medikamente gesteckt wird. Dem gegenüber steht eine, aus unserer Sicht, positive Verringerung der allgemeinen Verwaltungskosten. Die Profitabilität kann somit trotz gestiegener Kosten in R&D durch gesunkene Kosten im administrativen Bereich aufrechterhalten werden. Diese Verschiebung innerhalb der Kostenstruktur erscheint uns als positiver Ansatz.

Alternativ (ggf. sogar zusätzlich) auch diese Grafik, um zu untermalen wie sich die Kosten steigern

Volle Pipeline: Bereits mehrfach haben wir nun die Bedeutung einer gut gefüllten Produktpipeline erwähnt. Sobald Patente auf alte Produkte auslaufen, müssen neue Blockbuster nachrücken um Lücken zu Füllen und den Umsatz im Idealfall auch weiter zu erhöhen. Ein erster Blick in diesen Ausschnitt der Produktpipeline verdeutlicht den Ablauf dahinter, sowie die einzelnen Phasen, die bis zur Marktreife durchlaufen werden müssen.

Quelle: www.celgene.com

Die beiden Produkte Revlimid und Pomalyst gehören im Markt des Multiplen Myelom (Krebserkrankung des blutbildenden Systems) zu den wichtigsten und am weitesten verbreiteten Medikamenten. Bereits heute gehören beide Produkte zu den Kassenschlagern des 1986 gegründeten Unternehmens. Positiv ist dabei, dass der Patentschutz noch bis ins nächste Jahrzehnt reicht und somit noch längere Zeit für attraktive Erträge sorgen wird.

Mitarbeiterführung: Gerade Forschungsunternehmen sind sehr darum bemüht die besten Köpfe ihrer Branche zu werben und dann auch langfristig zu halten. Wenngleich dies auch nur ein kleineres Kriterium darstellt, so freut es uns natürlich, dass Celgene vom Forbes Magazine zu den 25 besten Arbeitgebern in seiner Klasse in den USA gekürt worden ist.

Im Fazit:

Celgene bringt die wichtigen qualitativen Faktoren wie eine ordentliche Margenstruktur, eine stabilie Liquiditätssituation und attraktives Wachstum mit, die uns für den Dirk-Müller-Premium-Aktien-Fonds wichtig sind. Darüber hinaus halten wir die Bewertung derzeit auf Basis unserer Modelle für günstig.

Weiterhin investiert Celgene einen zunehmenden Anteil der Umsätze in die Erforschung neuer Medikamente und verfügt über eine volle Pipeline mit vielversprechenden Titeln. Darüber hinaus bewegt sich das Unternehmen in einem absoluten Wachstumsmarkt, der auch in Zukunft einen hohen Grad an Daseinsberechtigung haben wird, an der wir gemeinsam partizipieren möchten.

 

Quellen: www.celgene.com, www.greenriver-capital.com, www.bloomberg.com, www.reuters.com, www.morningstar.com

Analyse erstellt von Focam AG in Zusammenarbeit mit GreenRiver Capital

Gem. WpHG § 31 Abs. 2 Nr. 2 machen wir hier folgende Angabe

Die hier dargestellten Einschätzungen bewerben nicht den Kauf/Verkauf der genannten Titel, Märkte oder Finanzinstrumente, sondern dienen der vertiefenden Darstellung zu den Anlagepositionierungen des Dirk Müller Premium Aktien Fonds. Nicht alle gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen sind erfüllt. Es besteht kein Handelsverbot vor der Veröffentlichung. Die Angaben stellen keine Anlageberatung dar, da sie ohne Ansehung persönlicher Verhältnisse und Anlageziele ausschließlich als Markteinschätzungen zu verstehen sind.

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