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Liebe Fonds-Community,

wie bereits angekündigt, stellen wir Ihnen Aktien aus dem Fondsdepot vor, um Sie im Sinne der Transparenz über unseren Ansatz und die Vorgehensweise zu informieren. In alphabetischer Reihenfolge haben wir Ihnen in der Vergangenheit immer wieder Analysen präsentiert. Eine Übersicht dazu finden Sie hier.

Gilead Sciences ist das nächste Unternehmen aus dem Portfolio des Dirk Müller Premium Aktienfonds, welches wir Ihnen gerne vorstellen möchten. Der US-Konzern ist im Bereich Pharmazie und hier schwerpunktmäßig im Bereich Biotechnologie aktiv. Im Fokus des Tätigkeitsfeldes steht die biotechnologisch geprägte Forschung nach therapeutischen Lösungen gegen lebensbedrohliche Infektionserkrankungen. Dazu gehören neben Pilzinfektionen und Tumorerkrankungen insbesondere HIV oder Hepatitis-B. Außerdem hat man das Produktportfolio durch eine Übernahme erweitert und forscht mittlerweile auch in unterschiedlichen Medikamenten gegen Hepatitis-C (Leberentzündungen).

Der Konzern ist international aufgestellt und auf allen Kontinenten vertreten. Der Schwerpunkt liegt dabei jedoch weiterhin auf dem Heimatmarkt in den USA. Es werden ca. 65% der Erträge dort erzielt. Weitere 23% stammen aus Europa. Die übrigen 12% kommen aus dem Rest der Welt, wobei dieser Anteil mit Abstand am stärksten wächst. Im abgelaufenen Geschäftsjahr reduzierte sich das Betriebsergebnis um 13%. Ursächlich verantwortlich für diese Entwicklung sind der zunehmende Wettbewerb im Bereich HCV (Hepatitis C) und eine abnehmende Patientenzahl. Beides zusammen führen über niedrigere Preise der Medikamente zu einem Margendruck bei Gilead Sciences.

Quelle: www.gilead.com

Der Aktienkurs steht symbolisch für die Strategie. Innerhalb der vergangenen fünf Jahre können wir sehen, dass die Entwicklung des Unternehmens, den Vergleichsindex (in diesem Fall den S&P500) deutlich outperformt hat. Die Kursrückgänge insbesondere seit 2016 sind vor allem auf rückläufige Verkäufe von Blockbuster-Medikamenten wie Atripla und Stribild für HIV und Havoni für Hepatitis C. sowie auf den zunehmenden Wettbewerb zurückzuführen.

Da es sich im Fonds um Qualitätsaktien handelt, ist vor allem der fundamentale Blick wichtig. Auf diesen möchten wir vorerst quantitativ und folgend qualitativ näher eingehen.

  • Bewertung:  Die aktuell recht niedrige Bewertung mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 6,6x ist vor allem auf die geringe Ertragsphantasie in den kommenden Jahren zurückzuführen. Insbesondere der Ausblick für das Hepatitis C – Geschäft wird im laufenden Kalenderjahr weiter sehr deutlich rückläufig sein (Umsatzrückgang in diesem Segment ca. 45%). Aus unserer Sicht erscheint die Aktie dennoch auf dem gegenwärtigem Kursniveau, vor allem vor dem Hintergrund der guten Bilanz- und Cash Flow Kennziffern, günstig gepreist.
  • Kapitalstruktur: Die Bilanzqualität darf als stabil betrachtet werden. Die Finanzierunstruktur über Anleihen am Kapitalmarkt liegt bei 16,25 Mrd. $ und ist mit Rückzahlungszielen in unterschiedlichen Tranchen bis 2041 gestreut. Dem steht vor allem gegenüber, dass der Konzern über enorme Zahlungszuflüsse verfügt. In den vergangenen 12 Monaten konnte ein freier Cashflow (also nach Abzug der Ausgaben (Cap Spending) von über 17 Mrd. $ erzielt werden. Die Zinszahlungen können dadurch jederzeit bedient werden. Zudem verfügt das Unternehmen über  32,4 Mrd. mit Stand Dezember 2016 an liquiden Mitteln. Wenngleich die Verschuldung in den vergangenen Jahren etwas zugenommen hat (Ursache: Aktienrückkäufe), so ist das Verhältnis bei Gilead gerade mit der starken Triebfeder der hohen Cashflows weiterhin also qualitativ hochwertig zu beschreiben.
  • Wachstum & Profitabilität: Die Erforschung neuer Medikamente kostet viel Geld. Ein neues Medikament mit neuem Wirkstoff verschluckt ca. 1-1,6 Mrd. $. Erfolglose Medikamente sowie die Kapitalbindung sind bereits eingeschlossen. Gilead nimmt daher weiterhin einen hohen Teil der Umsätze für neue Forschung in die Hand. Aktuell liegt dieser Anteil bei etwa 13% und damit über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Nichtsdestotrotz muss man vor allem auch die hohe Profitabilität hervorstellen. Über 44% des Umsatzes bleibt am Ende der Gewinn- und Verlustrechnung übrig. Ein enormer Beitrag, der auch für die Branche als überdurchschnittlich beschrieben werden darf. Die eingangs erwähnten Kernpunkte der Forschung sollten es ermöglichen auch zukünftig weiteres Wachstum u.a. im Bereich HIV anzustoßen.

Die qualitativen Argumente

Zusätzlich zu der Dividendenrendite von aktuell ca. 2,60% zeigt Gilead eine aktionärsfreundliche Politik auch durch große Aktienrückkaufprogramme. In den vergangenen zwei Jahren hat der Konzern sich insgesamt 20 Mrd. $  für Aktienrückkäufe genehmigen lassen. Das sind über 20% der Marktkapitalisierung.

Immer neue Produkte sind essentiell. Aktuell befinden sich 24 Produkte im Produktportfolio. Hier wird also bereits ordentlich Geld verdient. Weitere 34 Medikamente sind derzeit in der Pipeline. Davon befinden sich immerhin sieben Produkte in Phase „3“, welches die letzte Etappe vor der Genehmigungsstufe ist.

Im Fazit:

Gilead Science bringt aus unserer Sicht eine Menge interessanter Aspekte mit sich. Der Konzern ist günstig bewertet, verfügt über eine hohe und überdurchschnittliche Profitabilität sowie eine stabile Kapitalstruktur. Vor allem der hohe Grad an Liquidität und die Fähigkeit Umsatz auch in bare Münze umzuwandeln sind hervorzuheben. Um wieder auf die vergangene Erfolgsspur zu kommen, ist ein Zukauf aus unserer Sicht in den kommenden 12 Monaten denkbar. Sollte dies zu einem fairen Preis gelingen, sollte auch die Bewertung wieder steigen.

Quellen: www.greenriver-capital.com, www.bloomberg.com, www.reuters.com

Analyse erstellt von Focam AG in Zusammenarbeit mit GreenRiver Capital

 

Gem. WpHG § 31 Abs. 2 Nr. 2 machen wir hier folgende Angabe:

Die hier dargestellten Einschätzungen bewerben nicht den Kauf/Verkauf der genannten Titel, Märkte oder Finanzinstrumente, sondern dienen der vertiefenden Darstellung zu den Anlagepositionierungen des Dirk Müller Premium Aktien Fonds. Nicht alle gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen sind erfüllt. Es besteht kein Handelsverbot vor der Veröffentlichung. Die Angaben stellen keine Anlageberatung dar, da sie ohne Ansehung persönlicher Verhältnisse und Anlageziele ausschließlich als Markteinschätzungen zu verstehen sind.

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