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Liebe Fonds-Community,

wie bereits angekündigt möchten wir Ihnen folgend gerne Woche für Woche Aktien aus dem Fondsdepot vorstellen, um Sie im Sinne der Transparenz über unseren Ansatz und die Vorgehensweise zu informieren. Einer der Kandidaten, der bereits seit Fondsstart dabei ist, ist die Anheuser-Busch Inbev NV (AbInbev).

AbInbev ist weltweit gemessen am Absatzvolumen die größte Brauereigruppe überhaupt. Als international agierender Konzern mit einem präsenten und starken Markendach konnte man den Umsatz in 2014 um stolze 9 % auf über 35,48 Mrd. EUR steigern. Dabei ist das Geschäftsmodell simpel wie auch einleuchtend zu verstehen, was aus fundamentaler Sicht ein absolut essentieller Aspekt ist. So beschäftigt sich das Unternehmen im Grunde vor allem mit der Produktion und dem Vertrieb von Bier (in 2014 insgesamt ca. 459 Millionen Hektoliter!) verteilt über den gesamten Globus. Dabei ist AbInbev jedoch nicht nur ein über die Vergangenheit entstandener Konzern aus Unternehmenszusammenschlüssen und Übernahmen. Die Wurzeln des Unternehmens erstrecken sich zurück bis ins Jahr 1366 nach Belgien. Diese lange Historie macht einen weiteren attraktiven Qualitäts-Faktor dieser Aktie aus.

Der aktuelle Kurs bewegt sich bei ungefähr 109 EUR pro Anteilsschein und somit im oberen Bereich des 1-Jahres-Durchschnitts. Der folgende Chart zeigt jedoch sehr schön den kontinuierlichen Aufwärtstrend, den die Aktie auch langfristig gegangen ist. Dieser hat in den letzten Wochen rund um den Fondsstart nochmals an Dynamik zugenommen und konnte somit ein neues All-Time-High markieren.

Die folgende Übersicht soll einen ersten Eindruck der aktuellen fundamentalen Aufstellung des Unternehmens vermitteln. Wie bereits an vielen Stellen besprochen, handelt es sich bei Aktien unseres Fonds um absolute und langfristig ausgerichtete Qualitätsunternehmen, weswegen vor allem diese Daten besonders im Fokus liegen. Zum besseren Verständnis finden Sie am Ende des Beitrages eine Übersicht der gängigsten Facherläuterungen.

  • Bewertung: Die Aktie ist wie der Gesamtmarkt bereits sehr ordentlich gelaufen. Dies spiegelt sich natürlich auch in der Bewertung wieder, sodass man bei der generellen Betrachtung eines KBV’s von 3,70x und einem KGV von 20,10x nicht zwingend von einem stark unterbewerten Unternehmen sprechen kann. Positiv lässt jedoch aufhorchen, dass der Median der Gesamtindustrie nochmals teurer bewertet ist und der aktuelle Kurs vor allem gemessen an den künftigen Cash-Flows noch einiges an Aufholpotential bietet. Mit Hilfe eines umfassenden Discounted-Cashflow-Modell wurde ein fairer Wert ermittelt, welcher nochmals höher liegt als der aktuelle Kurs.
  • Kapitalstruktur: Dieser Abschnitt ist als äußerst positiv zu erachten. Ein gesund aufgestelltes Unternehmen mit einem angemessenen Verhältnis von Eigen- zu Fremdkapital bringt Sicherheit für den Anleger. Bei AbInbev ist die stetige Verbesserung der Eigenkapitalquote ein absoluter Pluspunkt. Im Jahre 2008 konnte man lediglich eine EK-Quote von knapp unter 20% ausweisen. Mit 34,49% ist man heute also deutlich stabiler aufgestellt.
  • Profitabilität: Das Potential des Umsatzwachstums ist vor allem in den bereits weit entwickelten Nationen wie in Europa oder den USA begrenzt. Daher ist es vor allem wichtig, die Stellschraube Profitabilität zu modifizieren. Damit ist also der Teil gemeint, der unterm Strich vom Umsatz als Gewinn übrig bleibt und dann ins Verhältnis gesetzt wird. Im Falle der AbInbev konnte dieses Verhältnis, welches man auch als Margen bezeichnet, sowohl vor als auch nach Abzug von Steuern, Gewinn und Abschreibungen stetig verbessert werden. Umfangreiche Sparmaßnahmen, als auch die Verbesserung von internen Prozessen haben dazu beigetragen die Kostenseite bei leicht steigenden Umsätzen zu reduzieren.  
  • Dividende: Die Dividendenpolitik darf als vernünftig abgestimmte Strategie verstanden werden. Je nachdem wie die aktuelle Geschäftslage es zulässt, passt das Unternehmen die Gewinnausschüttung an, sodass die sog. Payout-Ratio (der Teil des Gewinns, der an die Aktionäre ausgeschüttet wird) in einem verhältnismäßigen Rahmen bleibt. Der Vorstand versucht also nicht Anleger nur mit Hilfe ordentlicher Gewinnbeteiligungen bei der Stange zu halten, sondern verschließt auch nicht die Augen, wenn der Gewinn einmal anderweitig eingesetzt werden muss. 

Die subjektiven Argumente

Neben den bereits erwähnten quantitativen Faktoren fließen auch qualitative Parameter in die gesamte Unternehmensbewertung mit ein. Wichtige Fragen wie die derzeitige Aufstellung, die Marktmacht und Bekanntheit oder auch die Daseinsberechtigung des Produktes in zehn oder 20 Jahren können dabei wichtige erste Anhaltspunkte sein.

  • Emerging Markets: Das Umsatzwachstum in den bereits gut ausgebauten Absatzmärkten ist eher beschränkt. Großes Potential liegt hingegen in den sog. Emerging Markets, also den Entwicklungsländern, die noch deutlich dynamischere Wachstumszahlen aufweisen können. Die folgende Grafik zeigt dabei die Vorteile der aktuellen Positionierung von AbInbev auf. Ungefähr 49% der Umsätze werden in Europa und Nordamerika (hier vornehmlich in den USA) generiert. Die zweite Hälfte der Erträge jedoch kommt aus Mittel- und Südamerika (40%) und Asien (11%). Somit ist man über die unterschiedlichsten Absatzkanäle aktuell bereits sehr attraktiv aufgestellt, sodass man auch am Wachstum in diesen dynamischen Märkten exzellent partizipieren kann. Durch das Bevölkerungswachstum als auch die zunehmende Wohlstandsmaximierung wird der Bierabsatz in diesen Ländern deutlich schneller wachsen, als hier bei uns zu Lande. Demnach ein absoluter Pluspunkt, der für das Unternehmen spricht.
  • Starke Marken: Gut aufgestellt zu sein alleine reicht oftmals nicht aus. Die gut etablierten Absatzmöglichkeiten müssen auch Gefallen beim Endverbraucher finden. Genau dafür sind eine große Markenbekanntheit und die damit verbundene Beliebtheit wichtig. Demnach ist eine genaue Betrachtung der unterschiedlichen Marken unter dem Dach der AbInbev-Gruppe von essentieller Bedeutung. Vorab muss man sich die simple Frage stellen, ob und wenn ja welche Marken bekannt sind. In Deutschland sind dies vor allem führende Brands wie „Beck’s“, „Hasseröder“, oder auch „Franziskaner“. Ein Blick über den Ozean bringt weitere Marktführer wie „Budweiser“, „Leffe“, oder „Corona“ hervor. Interessant erscheint dabei auch, dass die Marke „Brahma“ in Brasilien zu den bekanntesten Marken überhaupt gehört und man im Land am Zuckerhut einen stolzen Marktanteil von 67,50% aufweist. Auch im Wachstumsmarkt China ist man gut unterwegs, um vom zukünftigen Wachstum zu partizipieren. AbInbev nimmt dort derzeit  Rang vier der beliebtesten Marken und sogar Platz drei in Sachen Marktanteil ein. Man ist also nicht nur global unterwegs, sondern hat die regionalen Strategien exzellent verstanden und angepasst. Untermauert werden die getroffenen Aussagen von jüngsten Studien, die ergeben haben, dass insgesamt 6 der 10 bekanntesten Biermarken der Welt aus dem Hause AbInbev stammen. Ein deutlicheres Merkmal für die Marktmacht ist kaum zu finden. Weiterhin gehört der Konzern zu den Top5 der bekanntesten Marken weltweit überhaupt.
  • Burggraben: Durch die starke Markenbekanntheit bei gleichzeitig internationalem Aktionsradius mit hohen Marktanteilen ergibt sich für AnheuserBusch-Inbev ein sogenannter tiefer Burggraben. Dieser Burggraben dient dem Unternehmen als Schutz vor neuen Markteindringlingen. Will also ein anderes Unternehmen konkurrieren, muss es einen langen Weg hin zur ebenfalls hohen Markenbekanntheit erreichen. Sie als Konsument müssen sich dahingehend also nur die Frage stellen, wie lange es in Deutschland wohl dauern würde eine ähnliche Bekanntheit, wie beispielsweise die Marke „Beck’s“ sie hat, aufzubauen. Damit wären große Kosten, eine längerfristige Strategie und viel Ausdauer gefragt, sodass dieser tiefe Burggraben vor neuen plötzlichen auftretenden Konkurrenten schützt.

Im Fazit:

AnheuserBusch-Inbev S.A. ist eine absolute Qualitätsaktie. Das Geschäftsmodell ist simpel aufgebaut und das Produkt trifft weltweit auf eine Nachfrage des regelmäßigen Bedarfs. In einem Markt, der sicherlich auch auf lange Frist eine Daseinsberechtigung aufweist, gehört AbInbev zu den absoluten Top-Picks. Eine im Branchenvergleich günstige Bewertung, bei sich stetig verbessernder Kapitalstruktur und damit verbundener Sicherheit für den Anleger, als auch ansteigender Profitabilität sind die quantitativen Pluspunkte. Auf qualitativer Seite steht die lange Historie, eine exzellente internationaler Aufstellung mit Vorteilen in den dynamischen Wachstumsmärkten wie auch die Marktmacht durch  große Bekanntheit des Markendaches. Unterm Strich bietet dieser Titel somit zahlreiche interessante Ansätze, die sich langfristig auch im Aktienkurs wiederspiegeln sollten.  Eine Dividende von 2,60% bei nicht zu hoher Ausschüttungsquote bietet neben der Kursfantasie auch eine angemessene Entlohnung fürs Warten.

 

Quelle: www.bloomberg.com, www.reuters.com, www.am-capital.de  

Disclaimer

Gem. WpHG § 31 Abs. 2 Nr. 2 machen wir hier folgende Angabe

Die hier dargestellten Einschätzungen bewerben nicht den Kauf/Verkauf der genannten Titel, Märkte oder Finanzinstrumente, sondern dienen der vertiefenden Darstellung zu den Anlagepositionierungen des Dirk Müller Premium Aktien Fonds. Nicht alle gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen sind erfüllt. Es besteht kein Handelsverbot vor der Veröffentlichung. Die Angaben stellen keine Anlageberatung dar, da sie ohne Ansehung persönlicher Verhältnisse und Anlageziele ausschließlich als Markteinschätzungen zu verstehen sind.

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