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Liebe Fonds-Community,

wie bereits angekündigt stellen wir Ihnen Woche für Woche Aktien aus dem Fondsdepot vor, um Sie im Sinne der Transparenz über unseren Ansatz und die Vorgehensweise zu informieren. In alphabetischer Reihenfolge haben wir Ihnen in den vergangenen Wochen bereits erste Analysen präsentiert. Eine Übersicht dazu finden Sie hier.

Amgen, dessen Name sich aus den drei Begriffen „Applied“, „Molecular“ und „Genetics“ zusammensetzt, ist das weltweit größte und unabhängige Biotechnologie-Unternehmen. Um das Unternehmen und sein Geschäftsmodell zu verstehen, ist es in einem ersten Schritt wichtig, sich mit der Biotechnologie allgemein auseinanderzusetzen. Die Biotechnologie ist als sog. Querschnittstechnologie zu verstehen. Die aus biologischen, chemischen oder physischen Verfahrenstechniken entstehenden Neuerungen findet man heute nicht nur in Medikamenten, sondern gleichermaßen in Pflanzen bis hin zum Waschmittel. Gemäß offizieller OECD-Definitionen ist Biotechnologie die Anwendung wissenschaftlicher und technischer Prinzipien zur Stoffumwandlung biologisch wirkender Substanzen. Im Falle von Amgen bedeutet dies, dass man mit Hilfe neuartig kombinierter DNA-Technologien neue Proteine unter zur Hilfename von Mikroorganismen z.B. Hormone oder Antikörper entwickelt. Auf Basis der Biotechnologie gehört Amgen in diesem Sektor zu den größten und erfolgreichsten Unternehmen der Welt. Die vom Konzern erforschten Biopharmazeutika decken eine breite Palette an Anwendungsgebieten von der Onkologie über die Osteoporose bis hin zum Nierenversagen oder Hormonerkrankungen ab.

Ein kurzer Blick auf den Aktienkurs macht bereits deutlich, warum dieses Unternehmen, die Aufnahme in ein Portfolio mit Ausrichtung auf hohe Qualität verdient hat. Die Aktie bewegt sich derzeit sowohl an ihrem 1-Jahres-Hoch als auch dem All-Time-High und hat es somit auf 10-Jahres-Sicht geschafft den S&P500 hinter sich zu lassen. Vor allem seit Anfang 2013 marschiert die Aktie zusehends schneller davon und erhöht den Spread zum S&P500 mehr und mehr. Dies liegt zum einen an der generellen Beliebtheit von Aktien aus dem Biotechnologiesektor, zum anderen jedoch auch an der überdurchschnittlich guten Aufstellung der Amgen Inc.

Da es sich im Fonds um Qualitätsaktien handelt, ist vor allem der fundamentale Blick wichtig. Auf diesen möchten wir vorerst quantitativ und folgend qualitativ näher eingehen.

  • Bewertung: Aufgrund der stetigen Forschungsanstrengungen in der gesamten Branche steckt oftmals viel Hoffnung und Fantasie in den Unternehmen und somit auch in den Aktienkursen. Aus diesem Grunde ist ein Vergleich mit der Branche notwendig. Beim Kurs-Buchwert-Verhältnis befindet sich der Branchendurchschnitt bei stolzen 6,16x, wohingegen Amgen derzeit für das 4,70x-fache des Buchwertes pro Aktie zu haben ist. Ähnlich sieht es auch beim Kurs-Gewinn-Verhältnis aus, bei dem Amgen mit 22,09x weit unter dem Industriedurchschnitt von 37,19x liegt. Demnach bringt die Aktie zwar keinen Schnäppchencharakter mit, ist jedoch in Anbetracht der branchentypischen Bewertung und vor allem in Hinblick auf zukünftiges Wachstum keineswegs zu teuer bewertet.
  • Discounted-Cashflow-Model: Teil einer jeden Aktienbewertung auf Basis fundamentaler Daten ist das Discounted-Cashflow-Model (kurz DCF). Im Rahmen dessen hat u.a. die Investment Bank Goldman Sachs für Amgen durch Nutzung der „Equity-Methode“ einen fairen Preis pro Anteilsschein von 202,30 US$ ermittelt. Dies würde eine Sicherheitsmarge zum aktuellen Kurs von 25,86 US$ oder 14,66% ergeben. In Anbetracht dieses vielfach genutzten Modells, welches nicht nur den aktuellen Status bemisst, sondern gleichermaßen zukünftige Zahlungsströme und die Zinsmärkte integriert, wird die immer noch günstige Bewertung der Aktie erkennbar.  Der u.a. für dieses Modell essentielle operative Cashflow konnte in den vergangenen Jahren stetig und kontinuierlich gesteigert werden, wie die folgende Grafik noch einmal untermauert.

Quelle: Eigene Darstellung – Daten: www.amgen.com

  • Kapitalstruktur: Die Bilanzstruktur ist als ordentlich und gesund zu bewerten. Die Eigenkapitalquote beträgt angemessene 38,60%. Weiterhin ist auffallend, wie gut das Unternehmen es versteht, aus Umsatz auch bare Münze zu kreieren. Insgesamt werden gut 40% des Umsatzes in Free-Cash-Flow umgewandelt, wodurch jederzeit ein hoher Grad an Liquidität zur Verfügung steht. Weiterhin ist die Verschuldungsstruktur und das Verhältnis von Schulden zu Eigenkapital als stabil zu erachten.
  • Wachstum: Der Biotechnologiesektor ist ein Wachstumsmarkt. Wie sich das Unternehmen in den vergangenen Jahren sowohl bei Umsatz als auch Gewinn entwickelt hat und wohin diese Entwicklung in den nächsten Jahren gehen soll, macht die folgende Grafik deutlich. Der Umsatz schafft es kontinuierlich von Jahr zu Jahr zu klettern. Die operative Marge, welche sich seit 2008 kaum bewegt hat und leicht rückläufig verhielt soll nun ab 2015 wieder deutlich zulegen.

Quelle: Eigene Darstellung – Daten: www.amgen.com

Die qualitativen Argumente

  • Produktdiversifikation streut das Risiko: Bis ein Medikament von der Entwicklungsphase hin zur Marktreife gelangt ist es ein weiter Weg, der sich in drei unterschiedlichen Phasen unterteilt. Sobald bekanntgegeben wird, dass ein vielversprechendes Mittel eine der Phasen erfolgreich überstanden oder gar die letzte Phase III durchlaufen hat und nun zum neuen Verkaufsschlager werden könnte, reagieren Anleger oftmals euphorisch, was sich auch im Aktienkurs wiederspiegelt. Genau andersherum funktioniert diese Vorgehensweise natürlich auch bei enttäuschenden Meldungen. Für exakt diesen Fall ist Amgen sehr gut gewappnet. Wenn man einen genaueren Blick auf das Produktportfolio wirft, so fällt auf, dass die Umsatzherkunft über unterschiedliche Produktgruppen diversifiziert ist. Dadurch entstehen natürlich keine Kursraketen, die den Aktienkurs kurzfristig nach oben jagen, auf der anderen Seite federt dies hingegen auch das Risiko gegen zu hohe Kursabstürze ab. Es handelt sich bei Amgen also um einen ausgewogenen Konzern, welcher durch seine langfristige Kontinuität zu überzeugen weiß.
  • Wandel der Umsatzstruktur:  Nichtsdestotrotz wollen wir am Beispiel des Medikamentes „Kyprolis“ einmal auch den Wandel der Umsatzgenerierung veranschaulichen.  Im Jahre 2013 wurde mit diesem Krebsmedikament lediglich ein Erlös von 73 Mio. US$ erwirtschaftet, sodass der Ertrag nicht nennenswert für die Gesamtleistung des Konzerns war. Übereinstimmende Schätzungen hingegen lassen vermuten, dass dieses Produkt im Jahr 2020 für Amgen bereits nahezu 3 Mrd. US$ an Ertrag generieren wird und somit einen Umsatzanteil von 12% einnimmt. Von einer solchen Entwicklung ist auszugehen, da man auf Basis sehr genauer Erfahrungswerte durch die Patentphasen vorheriger Produkte, die nun durch Kyprolis ersetzt werden, Vorhersagen treffen kann. Viele wichtige Parameter wie die Ausgaben der Krankenkassen, die Anzahl erkrankter Menschen und der Absatz mit Vorläufer-Medikamenten sind sehr genau definierbar. Da das Medikament sowohl in den USA als auch in Europa bereits zugelassen ist, hat man somit einen weiteren attraktiven Wachstumstreiber im Depot.  

Quelle: Goldman Sachs – Amgen Financial Model 25.05.2015

  • Nachhaltigkeit: Die Geldanlage unter ethischem Gesichtspunkt ist ein Hauptaugenmerk des Fonds. Somit passt auch Amgen Inc. ideal in dieses Bild. Erst kürzlich wurde Amgen von Corporate Knights Capital in Zusammenarbeit mit HIP (Human Impact + Profit) auf Platz 34 der 500 grünsten Unternehmen der Welt gewählt. Ein attraktiver Zusatzfaktor, der diesen hochinteressanten Titel abrundet.

Im Fazit:

Alles in allem ist Amgen ein ideales Unternehmen aus dem interessanten, wenngleich auch komplexen Biotechnologiesektor. Mit einem langfristigen Wachstumstrend steht die Aktie für Kontinuität, welche sich in der Umsatz- und Gewinnentwicklung ablesen lässt, wie auch Ausgeglichenheit in Form des Produktportfolios. Wir wollen hiermit demnach nicht nur an einem kurzfristigen Trend partizipieren (wie es vielleicht bei wachstumsstärkeren Unternehmen der Fall ist), sondern vielmehr an einer langfristigen und nachhaltigen Entwicklung teilhaben. Dafür ist Amgen ein geeigneter Teil des Fondsportfolios.

 

Quelle:, www.am-capital.de, www.bloomberg.com, www.reuters.com, Goldman Sachs Research, www.amgen.com

Analyse erstellt von Focam AG in Zusammenarbeit mit A.M. Capital Management

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