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Liebe Fonds-Community,

wie bereits angekündigt stellen wir Ihnen Aktien aus dem Fondsdepot vor, um Sie im Sinne der Transparenz über unseren Ansatz und die Vorgehensweise zu informieren. In alphabetischer Reihenfolge haben wir Ihnen in der Vergangenheit immer wieder Analysen präsentiert. Eine Übersicht dazu finden Sie hier.

Das nächste Unternehmen aus dem Dirk-Müller-Premium-Aktienfonds, welches wir Ihnen gerne vorstellen möchten, ist die Booking Holdings Inc. Bis Februar 2018 und somit auch noch zu Beginn des Fonds firmierte der Konzern unter dem Namen The Priceline Group, hat den Namen jedoch auch aus Identifikationsgründen in Booking Holdings Inc. geändert. Der neue Name gibt bereits einen Hinweis auf die stärkste Marke des Konzerns. Das Unternehmen ist Betreiber von Online-Reiseportalen und gehört damit zu den Trend-Unternehmen, die von Digitalisierung, Transparenz und vor allem dem hohen Grad der Skalierbarkeit profitieren. Zu den Marken der Holding gehören u.a.:

  • Booking.com

  • Kayak

  • OpenTable

  • Rentalcars.com

  • Momondo

  • Agoda

  • Cheapflights

Der Konzern versucht also über unterschiedliche Markennamen einen großen Anteil der Reiseindustrie abzudecken. Dazu gehören entsprechend die Buchungen von Hotels, Flüge, Mietwagen aber auch Plätzen in Restaurants. Auf die interessanten Aspekte dieser Einstellung gehen wir später ein.

Die Aktie konnte im März des Jahres ihr Allzeithoch mit über $ 2.200 erzielen. Danach sorgten Befürchtungen, dass sich das hohe Wachstum im lfd. Jahr deutlich abbremsen sollte für Gewinnmitnahmen. Der 5-Jahresverlauf der Aktie ist im folgenden Chart dem Technologieindex NASDAQ gegenübergestellt. Bekanntermaßen profitiert der NASDAQ essentiell von großen Kurstreibern wie Apple und Facebook (beide im Fonds enthalten) aber auch Amazon oder Netflix. Bookings hingegen muss sich gegen diese Schwergewichte des Marktes nicht verstecken. Natürlich zeigt sich eine einzelne Aktie deutlich volatiler als der Index, allerdings steht unterm Strich ein sehr ähnliches Ergebnis. In den vergangenen fünf Jahren hat die Aktie eine Wertentwicklung von über 125% abgeliefert und untermauert somit den interessanten Charakter dieses Wachstumsunternehmen.

Da es sich im Fonds um Qualitätsaktien handelt, ist vor allem der fundamentale Blick wichtig. Auf diesen möchten wir vorerst quantitativ und folgend qualitativ näher eingehen.

Die Zahlenlandschaft in Bezug auf das fundamentale Bild zeigt einige interessante Charaktermerkmale, die dazu geführt haben, dass der Konzern einen Platz im Fonds verdient hat. Das 1996 gegründete Unternehmen ist nicht verschuldet und verfügt darüber hinaus über einen hohen Grad an Liquidität. Ein Drittel des Umsatzes wird in bare Münze nach Lesart des freien Cashflows umgewandelt. Dies ist ein erster Fingerzeig auf die Rentabilität des Konzerns, was durch eine operative Marge von über 35% unterstrichen wird. Dies untermauert die Fähigkeit des Managements nicht nur zu wachsen, sondern gleichermaßen auch Geld zu verdienen. Vom freien Cashflow kommend, ist ein Blick auf die Bewertung ein weiteres essentielles Auswahlkriterium im Investmentprozess. Während die konventionellen Bewertungskennziffern wie das Kurs-Buchwert-Verhältnis von über 8x eher teuer wirken, darf diese Kennzahl nicht täuschen. Unser Bewertungsmodell basiert auf einem Discounted-Cashflow-Modell. Die hohen freien Cashflows von zuletzt knapp US $ 5Mrd. lassen eine Bewertung zu, die weiterhin über dem aktuellen Kursniveau liegt und untermauert, dass die Aktie nicht überbewertet ist.

Ein wichtiges und hervorstechendes Merkmal des Unternehmens ist das Wachstum sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn. Die Margen haben sich auf einem hohen Niveau stabilisiert. Beim Umsatz hingegen wird dem Unternehmen eine Fortsetzung des bisherigen Wachstumskurses zugetraut. Der Rückgang der Profitabilität im Jahr 2016 und 2017 ist vor allem auf eine Abschreibung beim Goodwill zurückzuführen. Das operative Ergebnis dagegen, siehe gelber Balken unten im Chart, zeigt einen eindeutig positiven Trend über die Jahre.

Die folgende Grafik veranschaulicht die skizzierte Wachstumsprognose für die kommenden Jahre.

Quelle: 4-traders.com / ThomsonReuters

Die qualitativen Argumente

Um das erwähnte Wachstum zu erzielen ist vor allem eine Betrachtung der qualitativ wichtigsten Merkmale des Unternehmens essentiell.

Vorab ist dabei ein Vergleich zu ziehen, welcher Booking in seinem Bereich einen großen Wettbewerbsvorteil verschafft. Als Online-Plattform für Reisen macht der Konzern den alteingesessenen Gesellschaften wie beispielsweise der TUI AG, welche ihre Kunden oftmals noch über das klassische Netz der Reisebüros bedient, Konkurrenz. Die Anmietung der Ladenfläche und die Anstellung ausgebildeter Reisekaufleute ist hingegen sehr kapitalintensiv. Finanzmittel werden also gebunden und können nicht direkt in das Marketing am Kunden über unterschiedliche Kanäle investiert werden. Booking.com sprechen ihre Kunden über die Online-Kanäle an, was im Rahmen einer sich immer weiter digitalisierten Welt einen großen Vorteil gegenüber den etablierten Unternehmen bietet. Durch das Teilen von Erfahrungen und Bewertungen von Reisezielen, Hotels oder Restaurants kann sich jeder Kunde gemütlich vom heimischen Sofa einen Eindruck machen, ohne den Weg ins Reisebüro antreten zu müssen. Dadurch kann eine deutlich größere Menge an Erfahrungsberichten eingesehen werden und das ohne den vermeintlichen Verkaufsdruck durch den Mitarbeiter im Reisebüro. Ein immenser Vorteil.

Eine Online-Plattform ist dabei extrem skalierbar. Während ein Reisebüro nur eine gewisse Menge an Kunden bedienen kann, lässt sich dies auf einer Online-Plattform deutlich umfangreicher gestalten. Ein großer Teil des Know-Hows des Konzerns steckt also in der Technologie und vor allem der effektiven Datenverarbeitung. Sobald Sie Booking.com besuchen und sich dort eine Reise beispielsweise nach Mallorca anschauen, bekommen Sie beim weiteren Surfen direkt Angebote für die vorherige Suche angezeigt. Daten sind Macht und diese kann auch booking.com ideal verwalten. Je größer man in Bezug darauf wird, desto tiefer wird ein potentieller Burggraben.

Da das Einrichten einer Plattform im ersten Schritt relativ einfach ist, muss vor allem das Marketing beachtet werden. Die dynamischste und aggressivste Werbung spielt dabei eine maßgebliche Rolle, um Kunden auf die Plattform zu lotsen. Dieser Aspekt ist hingegen besonders wichtig, da es sich um kontinuierliche Anstrengungen handelt. Zwar können Kunden über Mitgliedschaften und Rabatte gebunden werden, allerdings buhlen auch Konkurrenten wie Expedia regelmäßig durch aktive Werbung um Urlauber. Der einfache Preisvergleich im Internet und die geringere Bindung im Vergleich zum persönlichen Reiseberater führt ebenfalls zu einer erhöhten Wechselbereitschaft. Die Ausgaben für Marketing und Vertrieb liegen bei 7,9 Mrd. USD, von insgesamt 8,6 Mrd. USD an operativen Kosten.

Die Größe von Booking.com führt ebenfalls zu einer starken Marktmacht gegenüber den Hotels, die man auf der Plattform aufnimmt. So können Forderungen auftreten, die Zimmer auf keinem anderen Portal günstiger anzubieten. Immerhin hat Booking.com in Europa einen Marktanteil von über 65% an allen Hotelbuchungen in und ist damit in Europa mit weitem Abstand Marktführer. Expedia als Nr. zwei kam in 2017 auf 12,6% und der Kölner Anbieter HRS auf 7,8%. Größte Herausforderung für Booking.com ist sicherlich der Anbieter Airbnb, die Privatwohnungen als Unterkünfte anbieten. Bisher, so zeigen es zumindest die Geschäftszahlen, kann Booking.com gut mit der Situation umgehen.

Im Fazit:

Das Fazit könnte nahezu lauten, dass Größe zu Größe führt. Mehr Kunden führen bei einem skalierbaren Geschäftsmodell zu mehr Einnahmen, welche wiederum neues Marketing zulassen. Dieses kann man spezifisch gemäß der vielen Daten zu Urlaubern und deren Reiseverhalten aufbauen. Booking.com hat dies in den vergangenen Jahren exzellent umgesetzt und ist heute Marktführer, wodurch der Burggraben für Konkurrenten tief ist. Die Marktmacht und skizzierte Entwicklung nutzt das Unternehmen um seine Position zu verteidigen. Das dadurch entstehende Wachstum bei einem gleichzeitig sehr skalierbaren und margenträchtigen Geschäftsmodell macht Booking.com zu einem wertvollen Unternehmen für den Dirk Müller Premium Aktienfonds.

Quellen: www.bloomberg.com, www.reuters.com,

Analyse erstellt von Focam AG in Zusammenarbeit mit Finanzethos GmbH

Gem. WpHG § 31 Abs. 2 Nr. 2 machen wir hier folgende Angabe

Die hier dargestellten Einschätzungen bewerben nicht den Kauf/Verkauf der genannten Titel, Märkte oder Finanzinstrumente, sondern dienen der vertiefenden Darstellung zu den Anlagepositionierungen des Dirk Müller Premium Aktien Fonds. Nicht alle gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen sind erfüllt. Es besteht kein Handelsverbot vor der Veröffentlichung. Die Angaben stellen keine Anlageberatung dar, da sie ohne Ansehung persönlicher Verhältnisse und Anlageziele ausschließlich als Markteinschätzungen zu verstehen sind.

 

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  • 26.10.2019 10:00 4. Anlegerkongress des Dirk Müller Premium Aktien Fonds
    Tickets können Sie ab sofort hier im Shop bestellen. https://shop.cashkurs.com/produkt/tickets-4-anlegerkongress-2019/
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