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Liebe Fonds-Community,

wie bereits angekündigt stellen wir Ihnen Aktien aus dem Fondsdepot vor, um Sie im Sinne der Transparenz über unseren Ansatz und die Vorgehensweise zu informieren. In alphabetischer Reihenfolge haben wir Ihnen in der Vergangenheit immer wieder Analysen präsentiert. Eine Übersicht dazu finden Sie hier.

Facebook gehört zu den Unternehmen, die unser Leben langfristig maßgeblich beeinflusst haben. Das soziale Netzwerk, welches an der Harvard-University erst im Jahre 2004 gegründet worden ist, darf jedoch bereits jetzt nach nur 12 Jahren als Erfolgsgeschichte beschrieben werden.

Der Konzern mit mittlerweile knapp 13.000 Mitarbeitern besteht jedoch lange nicht mehr nur aus dem sozialen Netzwerk Facebook selbst. Zu Facebook gehören auch der Messenger-Dienst Whatsapp wie auch das Fotoportal Instagram. Folgend einmal die monatlichen Nutzerzahlen im Überblick:

-        Facebook: 1,86 Mrd.

-        WhatsApp: 1,00 Mrd.

-        Instagram: 400 Mio.

Während man zu Beginn der Kapitalmarkthistorie beim Börsengang 2012 sicherlich skeptisch sein durfte, so hat der Konzern um den Visionär Mark Zuckerberg mittlerweile gezeigt, dass sie das Geschäftsmodell exzellent monetarisieren können. Dabei nutzt das soziale Netzwerk die große Anzahl an regelmäßig wiederkehrenden Nutzern um Werbekunden eine zielgerichtete Marketingplattform anzubieten. Im dritten Quartal 2016 stammten von 8,8 Mrd. US$ stolze 8,6 Mrd. US$ aus dem Bereich Werbung.

Der Chart zeigt, die bereits erwähnte Skepsis. Als Facebook 2012 an die Börse ging, stand noch nicht fest ob das Unternehmen auch in der Lage sein wird derartige Gewinne zu erzielen. Es war also mehr eine Wette denn ein kalkulierbares Investment. Diese Leistungsfähigkeit hat der Konzern aus dem Menlo Park in Kalifornien mittlerweile jedoch eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Der Kursverlauf hier im Vergleich zum Technologieindex NASDAQ Composite untermauert diese Entwicklung deutlich.

Da es sich im Fonds um Qualitätsaktien handelt, ist vor allem der fundamentale Blick wichtig. Auf diesen möchten wir vorerst quantitativ und folgend qualitativ näher eingehen.

Die quantitativen Argumente

Bei Betrachtung der konventionellen Bewertungszahlen wirkt Facebook teuer und überbewertet. Ganz so einfach ist diese Schlussfolgerung jedoch nicht zu ziehen. Was bei Facebook vor allem im Vordergrund steht ist das starke kontinuierliche Wachstum, das in einer Bewertung mit berücksichtigt werden muss. Die folgende Abbildung soll deutlich machen mit welcher enormen Geschwindigkeit Facebook es schafft Kapital aus den hohen Nutzerzahlen zu schlagen und dabei gleichzeitig auch den Gewinn überproportional (Gewinn wächst schneller als Umsatz, wodurch sich die Marge erhöht) anzuheben. 

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Morningstar (2016-2020 estimated)

Mittlerweile darf man Facebook aus unserer Sicht als wahre Cash Cow bezeichnen. Ein Unternehmen, dass es exzellent versteht Geld zu erwirtschaften. Ein Blick auf die Zahlen spricht dabei für sich. Im abgelaufenen Geschäftsjahr (12/2016) hat der Konzern bei einem Umsatz von über 27 Mrd. US$ einen freien Cashflow von fast 11,6 Mrd. US$ erzielt. Somit wandelt das soziale Netzwerk 42% des Umsatzes in bare Münze. Ein stolzer Betrag. Die finanzielle Stärke wird auch ersichtlich, wenn man einen Blick auf die Bilanz wirft. Stolze 29,4 Mrd. US$ liegen allein in der Kasse. Bei einer Bilanzsumme von 65,0 Mrd. US$ ein weiteres aus unserer Sicht starkes Merkmal.

Dieser hohe Grad an Stabilität zeigt sich darin, dass Facebook Inc. auf keinerlei Fremdkapital angewiesen ist. Eine Eigenkapitalquote von über 91% untermauert diesen Fakt.

Andere große Konzerne nutzen Fremdkapital um ihre Rentabilität mit dem Hebeleffekt zu steigern. Dies ist bei Facebook bisher noch nicht geschehen und trotz dessen erzielt man Margen deutlich über dem Branchendurchschnitt. Auch eine Eigenkapitalrentabilität von 19,7% ist in Anbetracht der hohen Ausstattung mit Eigenkapital beachtenswert.

Die qualitativen Argumente

  • Wie eingangs bereits erwähnt, zählt zu Facebook nach Zukäufen auch der führende Messenger-Dienst WhatsApp wie auch die App Instagram, bei der User zahlreiche Bilder hochladen können. Während WhatsApp kostenlos verfügbar ist und es hier vor allem um die Kundendaten geht, verdient Instagram mit mobiler Werbung bereits ordentlich Geld. In 2017 rechnet man mit einem Umsatz von über 2,8 Mrd. US$. Mark Zuckerberg geht es bei Übernahmen vor allem darum, die Unternehmer hinter einem Business mit an Bord zu holen. So will er sich die visionäre Kraft der „Köpfe von morgen“ sichern. Lediglich Instagram stellt hier eine Ausnahme dar, weil es hier nicht nur um die Persönlichkeiten dahinter ging, sondern auch um die Marke Instagram. das Portal war beim Kauf bereits äußerst bekannt und groß.
  • Marktmacht: Erinnern Sie sich noch an das Portal StudiVZ/MeinVZ/SchülerVZ aus Deutschland? Dies war ein Portal, das ähnlich aufgebaut war, sich jedoch langfristig nicht gegen Facebook durchsetzen konnte. Stattdessen ist Facebook mit über 1,86 Mrd. Nutzern im Monat zu einem weltweiten Trendsetter geworden. Dieser Bekanntheitsgrad bildet einen sogenannten Burggraben, den auch Warren Buffet gerne nutzt um deutlich zu machen wie gut ein Geschäftsmodell gegen neue Eindringlinge geschützt ist.
  • Mehr Mehr Mehr: Facebook profitiert von der Verbreitung des Smartphones zunehmend. Die folgende Grafik aus der Investorenpräsentation Q4/2016 zeigt, wie viele User das soziale Netzwerk bereits ausschließlich über ihr Mobiltelefon nutzen.
Quelle: Q4/2016 Presentation Facebook Inc.

Zudem erhalten immer mehr Menschen auf der Welt Zugang zum Internet. Je höher der Anteil derjenigen ist, die das WorldWideWeb nutzen, desto mehr User werden mittelfristig auch auf das führende soziale Netzwerk strömen. Währen der größte Anteil des Umsatzes derzeit erwartungsgemäß aus Nordamerika stammt wird nur ein Drittel von dem Anteil in Asien erzeugt. Afrika und Südamerika hingegen sind nur mit einem Umsatzanteil von zuletzt unter 10% vertreten. Wenn man diesem Bild nun gegenüberstellt, dass jedoch in Asien und Südamerika das Bevölkerungswachstum stärker zunimmt als in Nordamerika oder Europa und die Verbreitung des Internets dort bei weitem nicht die Standards hat wie bei uns lässt sich erahnen welches Potential hier noch frei gesetzt werden kann.

Im Fazit:

Unterm Strich ist Facebook in vielerlei Hinsicht gut aufgestellt. Die fundamentale Struktur mit attraktiven freien Cashflows, dem starken Wachstum, der hohen Profitabilität und Qualität der Bilanz sind aus unserer Sicht wichtige Qualitätsmerkmale. Zudem erhält das Unternehmen mehr und mehr User, tätigt intelligente Zukäufe ohne sich dabei zu verschulden und profitiert vom grundlegenden Trend des Marketings im Internet. Eine weitere Verbreitung des Zugangs zum WorldWideWeb spielt dem sozialen Netzwerk dabei in die Hände. Bisher unterpräsentierte Regionen wie Asien oder Südamerika können dabei weiteres Potential freisetzen.

 

Quellen: www.greenriver-capital.com, www.bloomberg.com, www.reuters.com

Analyse erstellt von Focam AG in Zusammenarbeit mit GreenRiver Capital

Gem. WpHG § 31 Abs. 2 Nr. 2 machen wir hier folgende Angabe

Die hier dargestellten Einschätzungen bewerben nicht den Kauf/Verkauf der genannten Titel, Märkte oder Finanzinstrumente, sondern dienen der vertiefenden Darstellung zu den Anlagepositionierungen des Dirk Müller Premium Aktien Fonds. Nicht alle gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen sind erfüllt. Es besteht kein Handelsverbot vor der Veröffentlichung. Die Angaben stellen keine Anlageberatung dar, da sie ohne Ansehung persönlicher Verhältnisse und Anlageziele ausschließlich als Markteinschätzungen zu verstehen sind.

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