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Liebe Fonds-Community,

in regelmäßigen Abständen stellen wir Ihnen Aktien aus dem Fondsdepot vor, um Sie im Sinne der Transparenz über unseren Ansatz und die Vorgehensweise zu informieren. In alphabetischer Reihenfolge haben wir Ihnen in der Vergangenheit immer wieder Analysen präsentiert. Eine Übersicht dazu finden Sie hier.

Wenn große Pharmaunternehmen wie Roche oder Pfizer Forschungen an neuen Medikamenten auslagern, kommen Unternehmen wie die in Irland ansässige Icon PLC zum Zug. Das Unternehmen ist Spezialist auf dem Gebiet der Medikamentenentwicklung. Ergänzend bietet der Konzern die Durchführung klinischer Studien für die Erprobung neuer Wirkstoffe an. Der Konzern verfügt über ein weltweites Netz aus 90 Standorten und operiert in 37 Ländern. Etwas mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes wird in Europa generiert, ein Drittel der Umsätze werden in den USA erwirtschaftet. Einige der weltweiten Top-Pharmakonzerne zählen zu Icon PLC’s Stammkundschaft.

Das Fondsmanagement ist bestrebt, Aktien von qualitativ hochwertigen Unternehmen zu kaufen. Die Performance der Aktie zumindest scheint die solide und nachhaltige Entwicklung des Unternehmens zu bestätigen. So konnte auch der Vergleichsindex Nasdaq100 – wenn auch unter zeitweiligen Schwankungen - in den letzten Jahren deutlich überholt werden. Natürlich ist in solchen Fällen die mögliche Fallhöhe auch größer, sollte es einmal zu einer ausgedehnten Börsenkorrektur oder einem ausgewachsenen Crash kommen.

Da das Fondsmanagement einen hohen Wert auf die fundamentale Qualität eines Unternehmens legt, ist vor allem der Blick auf die Bilanz und die dazugehörigen fundamentalen Kennzahlen wichtig. Darauf möchten wir vorerst quantitativ und folgend qualitativ näher eingehen.

Die quantitativen Argumente

Bilanz: Das Unternehmen kann eine solide Bilanz vorweisen und wurde bisher stets umsichtig geführt. Trotz fortlaufender Übernahmen und Investitionen ist Icon PLC nur mäßig verschuldet. Dies lässt sich beispielsweise an der ordentlichen Eigenkapitalquote von über 57 Prozent sowie der Kennzahl Net Debt/Equity ablesen. Diese Kennzahl belegt - vereinfacht gesagt, wie das Verhältnis von Verbindlichkeiten minus liquide Mittel zum Eigenkapital steht. Ein negativer Wert besagt, dass die liquiden Mittel höher als die Verbindlichkeiten sind und der Saldo aus beiden 7,86 % des Eigenkapitals beträgt.

Profitabilität: Möglich wird dies mitunter auch durch die hohe Profitabilität des Unternehmens. So beziffert sich die Nettomarge auf 14,94 Prozent. Dass das Unternehmen es - im Gegensatz zu vielen börsennotierten Konzernen - nicht nötig hat, beim Gewinn zu tricksen, erkennt man daran, dass pro 100 Dollar Umsatz immerhin knapp zehn Dollar an freien Cashflow übrigbleiben. Dieser Umstand unterfüttert die ordentliche Eigenkapitalrendite von fast 25 Prozent.

Wachstum: Das Unternehmen wächst aus eigener Kraft, setzt aber besonders durch fortlaufende Übernahmen auf die weitere Expansion. So wurden seit 2008 insgesamt 865 Millionen Dollar für Übernahmen in die Hand genommen. Positiv fällt auf, dass nicht nur der Umsatz, sondern auch der Gewinn wächst, was für eine gute Skalierbarkeit des Geschäfts spricht. Zudem verzichtet der Konzern auch auf Zahlung einer Dividende, um auch weiterhin genügend Kapital für das weitere Wachstum zur Verfügung zu haben.

Bewertung: Optisch wirkt die Aktie nach den Kursanstiegen der letzten Jahre zwar nicht mehr günstig. Allerdings wird durch die erhöhte Bewertung (KGV von über 25 und KBV von ca. sechs) den Vorzügen des Unternehmens Rechnung getragen. Somit beweist der Titel zwar keinen Schnäppchencharakter, aber Qualität hat nun mal ihren Preis.
 

Der Konzern konnte – hauptsächlich durch Übernahmen – in den letzten Jahren ordentlich wachsen. Gemeinsam mit dem Umsatz soll auch die Profitabilität in den kommenden Jahren weiter steigen. So prognostiziert es zumindest die Analystenzunft.

Die hohe Profitabilität sorgt dafür, dass das Eigenkapital über die letzten Jahre fortlaufend gesteigert werden konnte. Analysten erwarten hier auch in den kommenden Jahren eine weiterhin positive Tendenz.

Die qualitativen Argumente

Marktumfeld: Das Unternehmen operiert in einem wichtigen Markt. Der Bedarf an der Entwicklung neuer Medikamente scheint ungebrochen, wie auch gut an der eingefügten Statistik ablesbar ist.

Allerdings rufen solch wachstumsstarke Märkte auch immer neue Konkurrenten auf den Plan, die etablierten Unternehmen wie Icon PLC Marktanteile abzuknöpfen suchen. Dieser Umstand könnte zukünftig auf die Margen drücken.

Ungemach kann auch von anderer Seite drohen, falls Icon’s Kunden in der Forschung weniger auf Outsorcing setzen sollten oder zumindest auf die Kostenbremse drücken.
 

Quelle: statista.com

Geschäftsmodell: Die Forschung nach neuen Wirkstoffen und die anschließenden klinischen Tests sind kostenintensiv und bedürfen einer hohen Expertise. Icon PLC scheint hier mit seinem Geschäftsmodell den Nerv der Zeit zu treffen. Das Unternehmen bietet Dienstleistungen mit einem hohen Standard an und kann deshalb viele große Pharmakonzerne zu seinen Stammkunden zählen.

Management: Operativ läuft das Geschäft sehr gut. Da verwundert es nicht, dass das Management bereits seit geraumer Zeit im Sattel sitzen darf. So leitet der CEO Stephen A. Cutler bereits seit 2011 das Unternehmen, Brendan Brennan ist bereits seit 2005 der Finanzvorstand des Konzerns.

Neue Technologien: Icon PLC arbeitet mit High-Tech-Unternehmen wie Intel und Oracle zusammen, um die Effizienz in der Forschung und bei klinischen Tests zu steigern. So soll mithilfe künstlicher Intelligenz die Wirkstoffentwicklung beschleunigt werden. Und unter Zuhilfenahme umfassender Messungen können Patienten besser überwacht und Heilungsfortschritte detaillierter dokumentiert werden.
 

Fazit:

Icon PLC wirtschaftet im konstant wachsenden Pharmasektor und beweist durch eine hohe Profitabilität, dass es hochwertige und begehrte Dienstleistungen anbietet. Diese Tatsache sorgt dafür, dass auch die Bilanz solide ist. Das Management scheint also vieles richtig zu machen. Folgerichtig ist die Aktie des Unternehmens auch in den letzten Jahren deutlich angestiegen, was dafür sorgt, dass der Titel nicht mehr günstig ist. Nichtsdestotrotz beweist das Unternehmen durch seine qualitativen und quantitativen Aspekte, dass es seinen Platz im Dirk-Müller-Premium-Aktienfonds verdient.


Quellen: www.bloomberg.com, www.reuters.com, statista.com

Analyse erstellt von Focam AG in Zusammenarbeit mit Finanzethos GmbH
 

Gem. WpHG § 31 Abs. 2 Nr. 2 machen wir hier folgende Angabe

Die hier dargestellten Einschätzungen bewerben nicht den Kauf/Verkauf der genannten Titel, Märkte oder Finanzinstrumente, sondern dienen der vertiefenden Darstellung zu den Anlagepositionierungen des Dirk Müller Premium Aktien Fonds. Nicht alle gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen sind erfüllt. Es besteht kein Handelsverbot vor der Veröffentlichung. Die Angaben stellen keine Anlageberatung dar, da sie ohne Ansehung persönlicher Verhältnisse und Anlageziele ausschließlich als Markteinschätzungen zu verstehen sind.
 

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  • 26.10.2019 10:00 4. Anlegerkongress des Dirk Müller Premium Aktien Fonds
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