Sie benutzen einen veraltete Version Ihres Internet-Browsers. Damit die Website fehlerfrei angezeigt werden kann, wird eine aktuelle Version benötigt!

Liebe Fonds-Community,

wie bereits angekündigt stellen wir Ihnen Aktien aus dem Fondsdepot vor, um Sie im Sinne der Transparenz über unseren Ansatz und die Vorgehensweise zu informieren. In alphabetischer Reihenfolge haben wir Ihnen in der Vergangenheit immer wieder Analysen präsentiert. Eine Übersicht dazu finden Sie hier.

iRobot ist der nächste Kandidat, den wir erst vor kurzem in den Dirk-Müller-Premium-Aktienfonds aufgenommen haben. Das 1990 gegründete US-Unternehmen ist im NASDAQ notiert und gehört weltweit zu den bekanntesten Herstellern von Servicerobotern. Die derzeit über 900 Mitarbeiter sind dabei vornehmlich mit den Produkten „Roomba“ und „Scooba“ aktiv. Diese sind als Serviceroboter für den Haushalt aktiv und unterstützen beim Staubsaugen oder Wischen.

Die Gründung dieses Unternehmens ist besonders interessant und lässt bereits auf den innovativen und visionären Charakter schließen. So wurden die drei Gründer im Rahmen ihrer Tätigkeit beim renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) in den USA in der Entwicklung von Robotern aktiv. An die Börse ging diese Auslagerung dann im Jahre 2003.

Heute ist das US-Unternehmen Weltmarktführer im Bereich Haushaltsroboter. Anfänglich hat iRobot ebenfalls Roboter für militärische Zwecke hergestellt. Diesen Bereich verkaufte man jedoch und fokussiert sich nun voll und ganz auf die kleinen Helfer für den Haushalt.

Der Chart zeigt den eingeschlagenen Weg dieses jungen und innovativen Unternehmens. Neben dem generellen Aufwärtstrend erkennbar über mehrere Jahre. Zuletzt hat sich die Aktie deutlich volatiler gezeigt. Ein Grund ist sicherlich der zunehmende Wettbewerb, da immer mehr Unternehmen von diesem stark wachsenden Haushaltssegment profitieren möchten. Dies führt zu einer erhöhten Unsicherheit bei den iRobot-Aktionären, da es durchaus möglich ist, dass der weltweite Marktanteil von über 60% fallen könnte. Unabhängig davon, ob die Marke von 60% halten wird oder nicht, sollte sich das Umsatzwachstum in den nächsten Jahren mind. zweistellig sein, weil er jeder 10. Haushalt in den USA ein Saugroboter besitzt und wir davon ausgehen, dass sich der Anteil weiter in Richtung 20% bewegen wird.

Quelle: www.reuters.com

Da es sich im Fonds um Qualitätsaktien handelt, ist vor allem der fundamentale Blick wichtig. Auf diesen möchten wir vorerst quantitativ und folgend qualitativ näher eingehen.

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Morningstar.com

Die qualitativen Argumente

  • Kosten & Expansion: iRobot setzte im vergangenen Jahr fast 70% aller Kosten für administrative Zwecke und vor allem Marketing und Verkauf ein. Diese Tatsache unterstreicht den massiven Expansionsdrang des Unternehmens. Im Fokus stehen dabei vor allem Europa und die asiatischen Märkte, wobei hier das weit entwickelte Japan im Mittelpunkt steht. Die Marktdurchdringung in den USA ist bereits überdurchschnittlich hoch (s. „Burggraben“) und aus dieser Pole-Position heraus, will man auch in andere Märkte expandieren. Aber auch die Kosten für Forschung und Entwicklung wurden den steigenden Umsätzen angepasst. Während man in 2016 ca. 80 Mio. US$ in die Entwicklung neuer Produkte steckte waren es 2017 bereits 113 Mio. US$. Ein Wachstum um 41%, wohingegen der Umsatz im gleichen Zeitraum „nur“ um 34% zulegte. Im Fokus der Forschungsanstrengungen steht vor allem der „Braava“. Dies ist ein Wischroboter, welcher die Staubsaugergeneration ideal ergänzen könnte. Dabei spuckt der kleine Helfer Flüssigkeit vor sich her und fährt dann wischend hinterher.
  • Fokus & Burgraben: Der Name des Unternehmens lässt bereits erahnen, womit sich der Konzern beschäftigt. Nach dem Verkauf der Militärsparte hat man sich voll und ganz auf Retail-Kunden und dem Haushalt fokussiert. Der kleine Helfer im Alltag soll Zeit sparen und erzeugt somit einen Mehrwert der in einer hektischen Epoche, in der Zeit ein immer wichtigeres Gut ist, ein essentielles Bedürfnis bedient. Die Fokussierung führt dazu, dass der Konzern sich voll und ganz auf die Bedürfnisse der Kunden einstellen kann, flexibel und beweglich bleibt und zum Experten auf seinem Gebiet wird. Konkurrenten wie Samsung, Panasonic oder LG sind in vielen Bereichen aktiv. Die folgende Grafik zeigt den weltweiten Marktanteil gegenüber den größten Konkurrenten und damit wird deutlich, wie stark dieser Nischenplayer aufgestellt ist und sich gegen die großen Etablierten Konglomerate durchsetzt.
Quelle: iRobot.com

Während große Konzerne das Geschäftsfeld mitlaufen lassen können, ist es für neue junge Unternehmen mittlerweile jedoch schwierig einen Einstieg zu meistern. Die Markenbekanntheit von iRobot im Bereich der Roboterstaubsauger ist bereits immens und schafft somit Schutz vor potentiellen neuen Konkurrenten. Diese Markstärke wird u.a. auch dadurch deutlich, dass iRobot Corp. In 2017 auf Platz 5 der „IEE Top 20 Patent Powerhouses Electronics“ gelandet ist. Damit hat man Unternehmen wie Sony, Philips oder auch Samsung und Panasonic hinter sich gelassen. Insgesamt hat das Unternehmen weltweit 436 Patente, die sich vor allem mit der Navigation von Robotern und der Verbindung mit dem Smart-Home einem weiteren Zukunftstrend befassen. Daher auch gut möglich, dass man diese Technologien irgendwann gewinnbringend an dritte Unternehmen in Form von Partnerschaften veräußert.

  • Fundamental: iRobot hat sehr wenig Verbindlichkeiten und per Saldo übersteigen die liquiden Mittel die gesamten Schulden. Die Finanzierung läuft über Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten sowie aus eigener Stärke heraus. Von den 221 Mio. US$ Verbindlichkeiten stammen 116 Mio. US$ aus Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten. Diese Liquidität belief sich Ende 2017 auf eine Kasse von 166 Mio. US$ und einem freien Cashflow von 53 Mio. US$ womit die weiteren Expansionsmöglichkeiten untermauert werden. Die Bewertung dieses Wachstumsunternehmen ist im Rahmen der historischen Bewertung, der freien Cashflows als auch der Marktbewertung für ein Technologieunternehmen als nicht zu teuer anzusehen.
  • Aktienrückkauf: Ende März hat der Konzern bekannt gegeben Aktien im Wert von bis zu 50 Mio. US$ zurückzukaufen. Dies entspricht 2,3% der Marktkapitalisierung. Wenngleich der Einfluss auf den Kurs eher marginal sein dürfte, hat dies jedoch einen wertvollen subjektiven Effekt. Die Tatsache unterstreicht, dass das Management, welches noch immer vom Gründer Colin Angle geleitet wird, eine Aktionärsfreundliche Politik verfolgt.

Im Fazit:

iRobot Corp. darf als innovatives Unternehmen verstanden werden, welches eine dominierende Position in einem Wachstumsmarkt. Der Konzern steht auf stabilen Beinen, versucht aus dieser starken Position und Markenbekanntheit heraus auch im Ausland zu wachsen vernachlässigt aber nicht die Investition in zukünftige Technologien. Patente und Marktanteile unterstreichen diese Tatsache. Die Aktie zeigt viele interessante Ansätze, fokussiert sich voll und ganz auf eine Nische und wird damit zu einem interessanten Bestandteil des Dirk-Müller-Premium-Aktienfonds.

Quellen: www.greenriver-capital.com, www.bloomberg.com, www.reuters.com,

Analyse erstellt von Focam AG in Zusammenarbeit mit GreenRiver Capital

Gem. WpHG § 31 Abs. 2 Nr. 2 machen wir hier folgende Angabe

Die hier dargestellten Einschätzungen bewerben nicht den Kauf/Verkauf der genannten Titel, Märkte oder Finanzinstrumente, sondern dienen der vertiefenden Darstellung zu den Anlagepositionierungen des Dirk Müller Premium Aktien Fonds. Nicht alle gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen sind erfüllt. Es besteht kein Handelsverbot vor der Veröffentlichung. Die Angaben stellen keine Anlageberatung dar, da sie ohne Ansehung persönlicher Verhältnisse und Anlageziele ausschließlich als Markteinschätzungen zu verstehen sind.

Termine

Termine
Die Website wird zur Zeit nicht für dieses Endgerät angeboten.
Bitte besuchen Sie unser Angebot mit einem Desktop-Computer oder Tablet.