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Liebe Fonds-Community,

wie bereits angekündigt stellen wir Ihnen Aktien aus dem Fondsdepot vor, um Sie im Sinne der Transparenz über unseren Ansatz und die Vorgehensweise zu informieren. In alphabetischer Reihenfolge haben wir Ihnen in der Vergangenheit immer wieder Analysen präsentiert. Eine Übersicht dazu finden Sie hier.

Die Mastercard Inc. gehört neben der VISA Inc. zu den zwei großen international führenden Gesellschaften im Bereich Kreditkarten, Debitkarten und Guthabenkarten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte das historisch gewachsene Unternehmen einen Umsatz von 10,78 Mrd. US-Dollar bei einem operativen Gewinn (nach Lesart des EBITDA) von 7,11 Mrd. US-Dollar. Ein Großteil dieser Umsätze (62%) werden dabei außerhalb des Heimatmarktes USA generiert.

Das Geschäftsmodell des Konzerns basiert auf das Angebot von Zahlungsabwicklungsmöglichkeiten. Anders als bei American Express begibt Mastercard die Kreditkarten nicht selbst, sondern kooperiert mit Banken. Diese erhalten dann Lizenzen vom Unternehmen (sogenannte Issuing-Lizenzen), wodurch die Ausgabe der Karten in aller Welt möglich wird. Das Geschäftsmodell basiert also auf Einnahmen aus der Abwicklung der Zahlungen. Weltweit gibt es über 35 Millionen Akzeptanzstellen für die Mastercard und damit deutlich mehr als für Visa.  

Die unterschiedlichen Karten spezifisch nach regionalen Anforderungen sind u.a.:

·         Mastercard (Kreditkarte)

·         Maestro (Debitkarte)

·         Debit Mastercard / Mastermoney

·         Mastercard electronic (Asien, Osteuropa)

·         Cirrus (Bargeldbezugskarte)

·         Mastercard Prepaid (Geldkarte zum Aufladen)

Ein Blick auf den Chart zeigt den langfristigen Erfolg der Aktie. Selbst Börsenunruhen wie in 2008 konnten schnell überwunden werden und so zeigt sich die positive Wachstumsentwicklung des Unternehmens und der grundlegende Trend der Notwendigkeit von Zahlungsabwicklungen.

Da es sich im Fonds um Qualitätsaktien handelt, ist vor allem der fundamentale Blick wichtig. Auf diesen möchten wir vorerst quantitativ und folgend qualitativ näher eingehen.

Das Zahlenbild

Im Fonds verfolgen wir den Ansatz Unternehmen nicht zu teuer einzukaufen. Die Bewertung der Gesellschaft erscheint auf den ersten Blick bei alleinstehender Betrachtung hingegen eher kostspielig. In diesem Fall ist es jedoch wichtig vor allem das Wachstum und die freien Cashflows einbeziehen. Diese sind für die Bewertung im Rahmen eines DCF-Models (Discounted Cashflows) besonders wichtig. In den vergangenen zwölf Monaten hat die Gesellschaft einen freien Cashflow von stolzen 3,77 Mrd. US-Dollar generiert. Im Verhältnis zum Umsatz sind dies fast 35% und somit eine Indikation eines hochprofitablen Unternehmens. Zudem wächst der Konzern ordentlich. In den vergangenen fünf Jahren ging es jährlich im Durchschnitt um fast 10% nach oben. Bei Einbeziehung dieser Kennzahlen ist die derzeitige Bewertung der Aktie weiterhin günstig.

Für weiteres Wachstum ist eine konstante und stabile Kapitalstruktur notwendig. Diese ist im Falle der Mastercard Inc. gegeben. Die Eigenkapitalquote liegt bei 30%. Hier fällt in den letzten Jahren ein deutlicher Rückgang von 50% auf. Dieser jedoch ist keiner höheren Verschuldung zuzuschreiben, sondern vielmehr der Tatsache, dass Mastercard ein Aktienrückkaufprogramm begonnen hat. Die zurückerworbenen Aktien landen dann in der Position „Treasury Stock“ unter dem Posten Eigenkapital und werden hier abgezogen. In den vergangenen zwei Jahren hat sich diese Position nahezu verdoppelt. Die geringere EK-Quote basiert also auf dem positiven Faktor des Aktienrückkaufs. Positiv ist die hohe Liquidität. Über 7,6 Mrd. US-Dollar liegen in der Kasse. Dem gegenüber stehen langfristige Verbindlichkeiten von 5,22 Mrd. US-Dollar. Ein gesundes Verhältnis, welches eine stabile Grundlage für weiteres Wachstum legt.

Erwähnenswert und ein Grund des vergangenen Erfolges sind die bereits erwähnten hohen Renditen. Sowohl operativ als auch nach Abzug aller Zinsen und Steuern erzeugt das US-Unternehmen attraktive Renditen. Vor allem der Ertrag aufs Eigenkapital (ReturnOnEquity/Eigenkapitalrentabilität) ist sehr attraktiv.  

Die qualitativen Argumente

Der langfristige Trend hin zu einer bargeldlosen Gesellschaft scheint intakt. Die datenschutzrechtlichen Gründe stellen dabei sicherlich eine Grundlage für intensive Diskussionen dar. Nichtsdestotrotz ist der Trend erkennbar und von diesem sollte Mastercard auch in Zukunft nachhaltig profitieren.  Zudem bewegt sich Mastercard in einem oligopolen Markt mit vielen Nachfragern, jedoch nur wenigen Anbietern. Allein Mastercard und Visa teilen sich fast 90% des Marktes. In diesen einzudringen erscheint aufgrund der Marktmacht schwierig, wodurch ein stabiler Burggraben als Schutz vor neuer Konkurrenz gegeben ist. Diese Marktmacht versetzt Mastercard darüber hinaus in eine attraktive Verhandlungsposition gegenüber Partnerbanken und sichert somit auch zukünftige Erträge.

Das Aktienrückkaufprogramm haben wir aus bilanztechnischer Sicht bereits angesprochen. Dieser Faktor bietet natürlich auch qualitativ ein attraktives Argument. Zum Einen erhöht die Gesellschaft dadurch den totalen Ertrag pro Aktionär (schließlich wird der Gewinn künftig durch weniger Aktionäre geteilit) und zum anderen ist dies ein Indikator auf die aktionärsfreundliche Politik des Managements.

Besonders der Sicherheitsaspekt beim Thema Bezahlung nimmt und der zunehmende Onlinehandel mit dem bargeldlosen Zahlungsverkehr sollten sich positiv für das Unternehmen auswirken.

Im Fazit

Alles in allem ist Mastercard ein Weltmarktführer mit zahlreichen positiven Komponenten. Der Konzern ist stabil aufgestellt, verfügt über hohe liquide Mittel und eine stabile Kapitalstruktur. Das profitable Geschäftsmodell ermöglicht attraktive Renditen, hohe freie Cashflows und kontinuierliches Wachstum. Die führende internationale Position schützt vor neuer Konkurrenz und erlaubt eine starke Verhandlungsposition gegenüber Banken, wodurch auch die Margen gesichert werden. Der Chart der vergangenen zehn Jahre zeigt das Ergebnis dieser positiven Aufstellung. Somit bietet die Mastercard Inc. unterm Strich eine Menge attraktiver und vor allem langfristiger Faktoren, die dem Unternehmen einen berechtigten Platz im Dirk-Müller-Premium Aktienfonds verleiht.

Ihr Fonds-Team

 

Quellen: www.greenriver-capital.com, www.bloomberg.com, www.reuters.com, www.cvshealth.com

 

Analyse erstellt von Focam AG in Zusammenarbeit mit GreenRiver Capital

Gem. WpHG § 31 Abs. 2 Nr. 2 machen wir hier folgende Angabe

Die hier dargestellten Einschätzungen bewerben nicht den Kauf/Verkauf der genannten Titel, Märkte oder Finanzinstrumente, sondern dienen der vertiefenden Darstellung zu den Anlagepositionierungen des Dirk Müller Premium Aktien Fonds. Nicht alle gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen sind erfüllt. Es besteht kein Handelsverbot vor der Veröffentlichung. Die Angaben stellen keine Anlageberatung dar, da sie ohne Ansehung persönlicher Verhältnisse und Anlageziele ausschließlich als Markteinschätzungen zu verstehen sind.

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