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Liebe Fonds-Community,

in regelmäßigen Abständen stellen wir Ihnen Aktien aus dem Fondsdepot vor, um Sie im Sinne der Transparenz über unseren Ansatz und die Vorgehensweise zu informieren. Ab heute möchten wir Ihnen unsere Aktienvorstellung im neuen Design und mit noch mehr Hintergrundinformation präsentieren. Eine Übersicht dazu finden Sie hier.

Die UnitedHealth Group ist einer der führenden amerikanischen Anbieter von Gesundheitsprodukten und -dienstleistungen. In der Forbes Global 2000 Liste nimmt sie Platz 28 ein und in der Forbes 500 Aufstellung zählt sie sogar zu den 20 umsatzstärksten Unternehmen weltweit. Im Unternehmen sind über 300.000 Mitarbeiter beschäftigt. UnitedHealth wurde 1977 unter dem Firmennamen UnitedHealthCare Corporation gegründet.

Als führender Krankenversicherer bietet sie vor allem in den USA Gesundheitsvorsorge und ergänzende Dienstleistungen, sowohl für Unternehmen in Gänze als auch für Einzelkunden an. Das UnitedHealthcare Health Benefits-Segment beinhaltet die sogenannte HMO. Die Health Maintenance Organization (HMO) ist eine private Sonderform von bestimmten Krankenversicherungs- und Versorgungsmodellen, die sich seit etwa 1910 in den USA entwickelt haben und durch die Regierung der USA finanziell und rechtlich gefördert werden. Ziel ist es, dass nicht die Krankheit alleine im Mittelpunkt steht, sondern die gesundheitliche Förderung und Vorsorge eine ebenso zentrale Rolle spielen.

Abgerundet werden die Angebote durch die Optum-Gesundheitsdienste von UnitedHealth. OptumHealth, OptumInsight und OptumRx enthalten Wellness- und Pflegemanagementprogramme, Finanzdienstleistungen, IT-Lösungen und ein Pharma-Nutzen-Management, im englischen auch Pharmacy Benefit Mangement (PBM). Dieses kann durch Drittanbieter erfolgen oder wie bei UnitedHealth durch eigenständige Segmente für die optimale Abwicklung von verschreibungspflichtigen Medikamenten zwischen den Patienten und der Pharmaindustrie gewährleistet werden. OptumRX ist der größte amerikanische Anbieter dieser Dienstleistung. Die aus diesen zwei Hauptbereichen, also UnitedHealtCare und Optum bestehende Gruppe verbuchte 2018 Umsätze von 226 Mio. USD, wobei ca. 65 % auf die Krankenversicherung entfällt. Das Segment Optum (Gesamt 35 %) unterteilt sich wiederum in OptumHealth (28 % des Segmentumsatzes Optum), OptumInsight (neun Prozent des Segmentumsatze Optum) und den stärksten Bereich OptumRx mit 63 % des Umsatzes im Teilsegment Optum.

 

Kommen wir zur Bewertung und der Frage warum UnitedHealth Group im Fonds vertreten ist. Unsere Anlagephilosophie ist langfristig getrieben und nicht wie bei vielen anderen Vertretern der Branche auf kurzfristige Renditemaximierung durch den häufigen Kauf- und Verkauf von Wertpapieren aus.

Wir analysieren mögliche Kandidaten sehr genau und tiefgehend. Dann suchen wir nach Haken und eventuellen Risiken. Erst nach einer gründlichen, kaufmännisch einwandfreien und ethischen Recherche nehmen wir neue Positionen auf. Aktien sind für uns nicht nur eine WKN oder ein Titel im Portfolio, sondern ein Stück Unternehmen, das wir auf seinem Weg möglichst lange begleiten möchten.

 

Bei der UnitedHealth Group ist uns sofort aufgefallen, dass die Umsätze im Zeitablauf stetig steigen. So generierte man 2011 Umsätze von 101 Mrd. USD und ein Vorsteuerergebnis von 7,8 Mrd. USD. Nur sieben Jahre später waren es 2018 schon die besagten 226 Mrd. USD mit einem Vorsteuergewinn von nun 15,9 Mrd. USD. Der Umsatz hat sich mehr als verdoppelt und der o.g. Gewinn ebenso. Schaut man sich die durchschnittlichen Steigerungen im Drei- und Fünfjahres-Vergleich an, dann sind zweistellige Veränderungen keine Seltenheit. Nicht vergessen darf man, dass die Versicherungsbrache per se kein wirklicher Wachstumsmarkt ist, so wie beispielsweise die Hochtechnologie. Größere Akquisitionen und kleinere Zukäufe für die Teilsegmente spielen immer wieder eine entscheidende Rolle beim Wachstum. Hier hat das Management bewiesen, dass es auch mit veränderten Marktbedingungen und dem demografischen Wandel umgehen kann. 

Auch andere Kennzahlen des klassischen Portfoliomanagements im Hinblick auf die Bewertung von Unternehmen spielen für uns eine entscheidende Rolle. Beispielsweise der Kurs-Buchwert, das KGV, der Unternehmenswert im Verhältnis zum Ertrag oder Umsatz, Eigenkapitalquoten, Verschuldung, Return on Asset oder Return on Equity. Der ROA sagt viel über die Profitabilität des Unternehmens (im Vergleich) zu seinen gesamten Assets (Vermögenswerten) oder der ROE zu seiner Profitabilität im Verhältnis zum Eigenkapital. Zum Schluss - und das ist ein wichtiges Kriterium – steht der Free Cash Flow, als die Summe an neu geschaffenen Mitteln, die dem Unternehmen wirklich zur Verfügung stehen. Hieraus können dann Ausschüttungen für Aktionäre, die Reduzierung von Schulden oder auch Aktienrückkaufprogramme finanziert werden.

Aber zurück zu UnitedHealth und deren Kennzahlen.

Das Kurs-Buch-Verhältnis beträgt 4,86, man bezahlt also ca. fünfmal das Eigenkapital der Gesellschaft. Für ein Unternehmen wie UnitedHealth bei einer Wachstumsrate (drei Jahre) des Umsatz von 13 % p.a. und 16,5 % vom Vorsteuerergebnis ein solider Wert, eher noch günstig. Die Eigenkapitalquote beträgt 33,25 % und die Nettoverschuldung zum EBITDA liegt bei 1,24. Das EBITDA sind die Gewinne vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, somit die Beschreibung der operativen Leistung. Liegt der Wert unter eins, bedeutet das, dass weniger als ein Jahres-EBITDA benötigt wird um die Nettoschulden zu tilgen. Für den Return on Assets und Equity habe wir Ihnen eine grafische Darstellung entwickelt um dies im Zeitablauf noch besser betrachten zu können.

 

Wie man ersehen kann, sind die prozentualen Veränderungen durchaus ansehnlich und zeugen von Qualität.

Der Free Cash Flow, eine unserer wichtigen Kennzahlen für die Bewertung von Unternehmen, sieht bei UnitedHealth sehr schön und konstant aus. Das hohe Umsatzvolumen mit relativ hohem Wachstum und stetiger Steigerung der zur Verfügung stehenden Mittel ist ein Indiz für ein gesundes und vor allem erfolgreiches Geschäftsmodell.

 

Da es sich im Fonds um Qualitätsaktien handelt, liegt ein besonderes Augenmerk auf einer gesunden Bilanz, was auf UnitedHealth - wie geschrieben - zuzutreffen scheint.

Die qualitativen Argumente

So viel zur quantitativen Sicht auf das Unternehmen. Aber auch die Beleuchtung der qualitativen Aspekte ist für eine vollständige Analyse von immenser Bedeutung.

Der Healthcare Sektor war geprägt von Unsicherheiten bezüglich diverser Veränderungen durch die Regierung Trump. Obama-Care sollte wieder abgeschafft werden und man wollte die Pharmaindustrie stärker regulieren. Bis jetzt ist nichts Wesentliches passiert und außer kleineren Arrondierungen wird dies auch in Zukunft nicht erwartet. Die demografische Veränderung, also die immer älter werdende Bevölkerung spricht dagegen. Umsätze in diesem Sektor sind steigend, denn die Lebenserwartung der Amerikaner ging z.B. in den letzten 20 Jahren von 75,2 Jahren auf 78,6 Jahre - mit Tendenz nach oben.

Über 30 Millionen Amerikaner sind immer noch ohne geregelte Versicherungen. Eine Studie der Harvard Medical School fand heraus, dass 45.000 jährliche Todesfälle auf eine fehlende oder unzureichende Versicherung zurückzuführen sind. Auch fand man heraus, dass man eine ca. 40 % höhere Sterbewahrscheinlichkeit hat, wenn man keine verlässliche Krankenversicherung besitzt. Das Marktpotenzial ist also durchaus auch in einem reifen Markt vorhanden. UnitedHealth macht immer wieder mit Zukäufen auf sich aufmerksam, die ihr solides Geschäftsmodell ergänzen. So kaufte man für 3,2 Mrd. USD den Zahlungsdienstleister Equian LLC., der im Segment Optum integriert werden soll. Equian bietet Zahlungsabwicklung für Gesundheitsunternehmen und Versicherer an und hilft Fehler und Überzahlungen zu reduzieren. Mit Equian könnte Optum das eigene Angebot über den Gesundheitsbereich hinaus ausbauen, da Equian auch andere Versicherungen zu seinen Kunden zählt. Auf der Plattform wurden mehr als 500 Mrd. USD an Schadenforderungen im Gesundheitssektor pro Jahr abgewickelt und man bedient neun der zehn größten Krankenversicherer. Neben anderen Dienstleistungen analysiert das Unternehmen Schadensforderungen vor und nach der Zahlung, um unangemessen hohe oder unnötige Rechnungen zu finden und zu hohe Zahlungen zu eliminieren. Eine wichtige Meldung war die Genehmigung der US-Wettbewerbsbehörde FTC die 4,3 Mrd. USD schwere Übernahme von Davita Medical zu erlauben. UnitedHealth hatte Ende 2017 die Übernahme der Davita Medical Group angekündigt, die Gesundheitszentren und Arzt-Praxen in mehreren US-Bundesstaaten betreibt. Wie man sieht, ist der Markt im Wandel und unser Depotwert spielt eine entscheidende Rolle in dieser Neusortierung.

 

Im Fazit:

Die UnitedHealth Group ist ein essenzieller Bestandteil des amerikanischen Gesundheitsmarktes.

Getrieben durch Innovationen, Übernahmen und dem ausgesprochenen Drang das Leben gesünder zu gestalten. Durch die zwei Hauptsparten UnitedHealthCare und Optum können sie die gesamte Wertschöpfungskette vom analogen Arztbesuch, über digitale Assistenz bis hin zu Zahlungsabwicklungen und Rezeptverordnungen abdecken. Jährlich steigende Umsätze, auskömmliche Margen und ein starker Free Cash Flow sind überzeugende Merkmale für unser Investment.

In der Zusammenfassung der beschriebenen Punkte erklärt sich somit, warum die Aktie einen Platz im Dirk Müller Premium Aktienfonds verdient.

Quellen: www.bloomberg.com, www.marketscreener.de, www.wikipedia.de, eigene Berechnungen

Analyse erstellt von der Finanzethos Fonds GmbH, Ingo Nix, CEFA, CIIA

 

Gem. WpHG § 31 Abs. 2 Nr. 2 machen wir hier folgende Angabe

Die hier dargestellten Einschätzungen bewerben nicht den Kauf/Verkauf der genannten Titel, Märkte oder Finanzinstrumente, sondern dienen der vertiefenden Darstellung zu den Anlagepositionierungen des Dirk Müller Premium Aktien Fonds. Nicht alle gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen sind erfüllt. Es besteht kein Handelsverbot vor der Veröffentlichung. Die Angaben stellen keine Anlageberatung dar, da sie ohne Ansehung persönlicher Verhältnisse und Anlageziele ausschließlich als Markteinschätzungen zu verstehen sind.

 

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