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Wir hatten im letzten Jahr einen (im Vergleich zum Gesamtmarkt) sehr guten Lauf und in der Spitze eine Outperformance von 14% während des Kursrückgangs. Inzwischen hat der Markt eine starke Aufwärtsbewegung gemacht, uns eingeholt und für den Moment leicht überholt (aktuell liegen wir etwa 4% hinter dem Vergleichsindex zurück). Das hat mehrere Gründe, die man auch klar benennen kann.

Zum Einen ist es natürlich die Absicherung, die wie oft besprochen - als "Gummibandeffekt" die Abwärtsbewegung immer stärker abbremst in der Aufwärtsbewegung aber zunächst stark, dann immer schwächer bremst, die, je weiter es nach oben geht, immer weniger "Bremskraft" hat. So machen die Absicherungen aktuell nur noch 3,8% des Fondsdepots aus, die Bremswirkung lässt also hier deutlich nach.

Desweiteren hatten wir in den letzten Wochen mehrere "Querschüsse", die man nie ausschließen kann und die immer wieder vorkommen, aber hier eben einmal gehäuft vorkamen und uns eingebremst haben. Das waren im Wesentlichen die -40% von Betsson, und jeweils -20% bei NovoNordisk (Quartalszahlen) und Dunelm (Brexit). Betsson und Dunelm legen schon wieder zu, NovoNordisk wird wohl noch etwas dauern. Das ist ärgerlich, bremst für den Moment, ändert aber nichst an den aus unserer Sicht mittelfristigen Aussichten für diese Firmen und damit ihren späteren positiven Einfluss auf den Fondswert.

Ein weiterer Aspekt war, dass in 2016 jene Sektoren gut gelaufen sind, die 2015 stärker unter Druck waren und die wir aus gutem Grund dauerhaft untergewichtet haben. Das hat uns 2015 Vorteile gebracht, bislang in 2016 eingebremst. Das waren Versorger, Telekom, Energie (Erholung des Ölpreiss), und Materials (Erholung der Rohstoffpreise/Minen). Das zusammengenommen sind im Wesentlichen die Faktoren, die uns in den letzten Monaten eingebremst haben, die aber meines Erachtens immer wieder (so wie in 2015) auch in die andere Seite ausschlagen werden und somit bislang keine vermeidbaren strategischen Fehler darstellen.

Natürlich haben wir auch Entscheidungen getroffen, die nicht alle aufgegangen sind. Wir haben uns daher in den letzten Monaten von Richemont, SES und Ericsson getrennt, nachdem wir hier aufgrund neuer Fakten und Erkenntnisse Neubewertungen der Unternehmen vornehmen mussten. Ebenso wie wir uns von Wells Fargo und SEB getrennt haben, da wir die Bankenrisiken inzwischen als akuter einschätzen als noch vor einem Jahr. Aber solche Entscheidungen, die nicht aufgehen, die man aufgrund neuer Erkenntnisse korrigieren muss, wird es immer geben, das gehört zur Börse ebenso selbstverständlich dazu, wie die zahlreichen Aktien, die sich wunderbar entwickelt haben, über die wir natürlich (zu recht) nicht so oft diskutieren wie über jene, die zurückliegen.

Mit Bakkafrost, Mettler-Toledo, Nasdaq, Microssoft, Priceline, Tyler Technologies oder Chubb haben wir sehr starke Kursgewinne zwischen 17% und bis zu 60% auf die Gesamtposition. Es ist also weniger die Folge der Einzelauswahl, sondern das Zusammenspiel der oben genannten kurzfristigen Entwicklungen, die uns derzeit ein wenig zurückfallen lassen, aber wie erwähnt sind diese Abweichungen nach oben oder unten vom Vergleichsindex innerhalb unserer Strategie absolut normal. Wir haben den Fonds bewusst sehr schwankungsarm konzipiert. Wir haben etwa die Hälfte der Volatilität (Schwankungsintensität) des Gesamtmarktes.

Das bedeutet, dass dieser -flapsig ausgedrückt- wie ein "Flummi" um uns herum springt. Mal nach oben, mal nach unten. Vergleichbar mit einer Durchschnittslinie in der Charttechnik. Unser Ziel ist es selbstverständlich langfristig eine konstantere und bessere Entwicklung als der Gesamtmarkt zu haben.

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