Monatsbericht für Anleger – Januar 2026
Liebe Anlegerinnen und Anleger,
der Januar hat an der Wall Street geliefert – nicht nur Kursgewinne, sondern auch reichlich Gesprächsstoff für den nächsten Cocktail-Abend. Ein historisches Allzeithoch beim S&P 500, ein Präsident mit arktischen Ambitionen und Gold, das sich anschickt, die 5.000-Dollar-Marke zu knacken: Der erste Monat des Jahres hatte alles, was ein guter Börsenmonat braucht – Drama, Happy End und eine Prise Nervenkitzel.
Die großen Indizes: Alle leicht im Plus
Beginnen wir mit den nackten Zahlen: Der S&P 500 schloss den Januar mit einem Plus von 1,4 % ab und beendete den Monat bei 6.939 Punkten. Der Dow Jones Industrial Average legte um 1,6 % zu, und der Nasdaq Composite beendete den Monat ebenfalls im hellgrünen Bereich – wenn auch mit etwas bescheidenerem Zuwachs, da Technologiewerte zwischenzeitlich unter Druck gerieten.
Am 28. Januar durchbrach der S&P 500 erstmals – wenn auch nur kurz- in seiner Geschichte die Marke von 7.000 Punkten und erreichte im Tagesverlauf ein Allzeithoch von 7.002,28 Punkten. Das ist nur 14 Monate nach dem erstmaligen Überschreiten der 6.000er-Marke.
Grönland, Zölle und die Achterbahn der Geopolitik
Was wäre ein Börsenmonat im Jahr 2026 ohne eine ordentliche Portion Handelspolitik? Am 20. Januar erlebten die Märkte ihren schlimmsten Einzeltag seit April 2025, als Präsident Trump Zölle auf Importe aus acht NATO-Verbündeten ankündigte, die sich dem US-Erwerb Grönlands widersetzten. Der S&P 500 verlor an diesem Tag 2,1 % und radierte damit sämtliche Jahresgewinne aus.
Doch die Börse wäre nicht die Börse, wenn sie sich davon nachhaltig beeindrucken ließe. Bereits am 22. Januar drehte die Stimmung, als TACO (Trump always chickens out)-Trump eine Einigung mit der NATO über einen dauerhaften US-Zugang zu Grönland verkündete und die angedrohten Zölle zurücknahm. Die Kurse sprangen zurück und die Anleger atmeten kollektiv auf. Fazit: Viel Lärm um Grönland, aber am Ende kein bleibender Schaden – zumindest nicht an den Aktienkursen.
Die „Magnificent Seven“ melden sich zu Wort
Die Berichtssaison für das vierte Quartal 2025 brachte mit den sogenannten „Magnificent Seven“ die Schwergewichte der Börse auf die Bühne. Vier von ihnen – Microsoft, Meta, Tesla und Apple – legten ihre Zahlen am 28. und 29. Januar vor.
Die Zahlen fielen überwiegend stark aus – der S&P 500 steuert auf seine höchste Netto-Gewinnmarge seit über 15 Jahren zu. Allerdings zeigten sich Investoren zunehmend nervös angesichts der gewaltigen KI-Investitionen: Meta kündigte Investitionsausgaben von 115 bis 135 Milliarden USD für 2026 an. Die Frage, ob sich diese enormen Ausgaben jemals auszahlen, bleibt das zentrale Thema der Berichtssaison.
Small Caps: Die kleinen Stars des Monats
Die vielleicht spannendste Geschichte des Januars spielte sich abseits der Tech-Giganten ab. Der Russell 2000, das Barometer für US-Nebenwerte, erreichte am 8. Januar ein neues Allzeithoch bei 2.603,90 Punkten und markierte bis Mitte Januar den achten Rekordschluss des Jahres. Zwischenzeitlich lag der Russell 2000 mit einem Plus von 7,8 % seit Jahresbeginn deutlich vor dem S&P 500.
Analysten sprechen bereits von der „Great Rotation“ – einer Kapitalverlagerung von den hoch bewerteten Tech-Riesen hin zu kleineren, inlandsfokussierten Unternehmen, die von sinkenden Zinsen und einer robusten US-Konjunktur profitieren. Der gleichgewichtete S&P 500 legte im Januar 3,4 % zu und bestätigte damit die Marktverbreiterung.
Gold glänzt wie selten zuvor
Wer im Januar auf Nummer sicher gehen wollte, lag mit Gold goldrichtig: Der Preis stieg im Monatsverlauf von rund 4.325 USD auf zeitweise über 4.930 USD pro Unze – ein neues Allzeithoch und ein Monatsplus von über 14 %. Getrieben wurde die Rallye von einem schwächeren Dollar, geopolitischen Unsicherheiten und der Erwartung, dass die Fed im zweiten Halbjahr 2026 die Zinsen senken wird. Goldman Sachs erhöhte sein Jahresendziel für Gold sogar auf 5.400 USD. Silber durchbrach ebenfalls neue Rekordmarken und erreichte fast 97 USD pro Unze.
Sektoren und Trends: Value schlägt Growth
Ein markantes Muster im Januar war die Rotation von Wachstums- hin zu Substanzwerten. Während der Technologiesektor zwischenzeitlich schwächelte, zeigten sich Industriewerte, das Gesundheitswesen und der Finanzsektor von ihrer starken Seite. Analysten bei Charles Schwab bewerteten Communication Services, Industrials und Health Care weiterhin als Outperformer.
Die Marktbreite nimmt zu: Erstmals seit Jahren profitieren nicht nur die Tech-Giganten vom Aufschwung, sondern die Gewinne verteilen sich auf deutlich mehr Schultern. Das ist ein ermutigendes Signal für die Nachhaltigkeit des Bullenmarkts – und eine gute Nachricht für diversifizierte Portfolios.
Euro/USD
Der Euro brach über die seit Sommer 2025 stabile Marke von 1,18 Euro/USD aus und drehte in vielen deutschen Aktiendepots die amerikanischen Kursgewinne in europäische Verluste. Wir waren in beiden Fonds auch im Januar zu 100 % währungsgesichert unterwegs und blieben davon unberührt.
Besonderheiten in unseren Fonds:
Neuaufnahme: Exxon Mobil
Der DM Premium Strategie Defensiv handelte per Ende Januar 2026 bei 91,37 Euro, der offensive Fonds handelte per Ende Januar 2026 bei 142,52 Euro.
Der Dow Jones Industrial Average in Euro stieg zum Vergleich um 0,56 % in Euro, der MSCI World Value ebenso in Euro stieg um 3,41 %.
Ein interessanter Fakt in Bezug auf den DM Aktien Premium Offensiv:
Seit Auflage im November 2022 konnte der DM Premium Aktien Offensiv inzwischen um +42,52 % zulegen und schlägt sowohl den Dow-Jones-Index (EUR) (+24,63 %), als auch den MSCI World Value (EUR) (+26,61 %) deutlich.

Blick nach vorne:
Nach drei Jahren mit zweistelligen Indexgewinnen in Folge zeigt sich der Markt zum Jahresauftakt konstruktiv, aber wachsam. Die Bewertungen bleiben anspruchsvoll – das KGV des S&P 500 liegt bei 28,6, der Shiller-CAPE bei 39,8. Die Zollpolitik der Regierung, der Supreme-Court-Fall zu Trumps Zollbefugnissen und die weitere KI-Investitionswelle werden die Märkte in den kommenden Wochen beschäftigen.
Die gute Nachricht: Die Unternehmensgewinne sind solide, die Fed signalisiert Bereitschaft zu Zinssenkungen im Jahresverlauf, und die Marktbreite verbessert sich. Oder, um es mit den Worten eines Wall-Street-Strategen zu sagen: „Es gibt weiterhin Gelegenheiten – man muss nur bereit sein, auch jenseits der üblichen Verdächtigen zu suchen.“
In diesem Sinne: Bleiben Sie investiert, bleiben Sie gelassen – und genießen Sie den Rest des Winters.
Ihr Dirk Müller
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Alle Angaben beziehen sich auf den Zeitraum 1.–31. Januar 2026. Dieser Bericht dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar.
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