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US-Aktienmärkte im Juli 2025: Rekord-Sommer mit technologischen Triumphen und komplexer Geldpolitik

Der Juli 2025 schrieb an den amerikanischen Aktienmärkten ein weiteres bemerkenswertes Kapitel ihrer beispiellosen Rallye – ein Monat, der sowohl die Macht der Technologie als auch die Komplexität der modernen Geldpolitik in all ihren Facetten offenlegte.

Mit zehn neuen Allzeithochs beim S&P 500 demonstrierten die Märkte eine beeindruckende Widerstandsfähigkeit trotz anhaltender geopolitischer Spannungen und wechselhafter Wirtschaftsdaten. Die Märkte erlebten eine nahezu beispiellose Ruhe: Kein einziger Handelstag verzeichnete Bewegungen von über einem Prozent, ein Phänomen, das zuletzt im Juli 2023 beobachtet wurde. Diese Stabilität bei gleichzeitigen Rekordständen unterstrich das tiefe Vertrauen der Anleger in die zugrunde liegenden Fundamentaldaten…und ihre Resignation gegenüber den immer absurderen Verrücktheiten internationaler Politik.

Marktperformance: Die große Beruhigung in schwindelnder Höhe

Besonders bemerkenswert war die perfekte Woche vom 21. bis 28. Juli, in der fünf aufeinanderfolgende Handelstage neue Rekordschlusskurse markierten. Die Marktbreite wirkt auf den ersten Blick mit 279 gestiegenen Aktien gegenüber 222 schwächeren Aktien als gesund.

Bei näherer Betrachtung sind es aber vor allem wieder die die Mega Cap Aktien, die sich als wahre Kraftwerke zeigen: Der Nasdaq-100 Mega Index, der die größten 45 % der Nasdaq-100-Unternehmen abbildet, sprang um 6,6 %. Im Gegensatz dazu hinkte der Nasdaq-100 ex Top 30 Index mit einem Verlust von 0,4 % hinterher, was die zunehmende Konzentration der Performance auf die Technologie-Giganten verdeutlichte.

Auch wenn die sieben Top-Tech-Aktien inzwischen ein Indexgewicht (S&P 500) von über 30 % haben, ist das im historischen Vergleich gar nicht so ungewöhnlich. Zu allen Zeiten hatten jene Industrien, in denen zu ihrer Epoche die „Musik spielte“ verständlicherweise auch das größte Anlegerinteresse. Das geht zurück bis ins 19. Jahrhundert, als die Eisenbahnaktien weit über 60 % der Aktienmarktkapitalisierung ausmachten. Auch in späteren Technologie-Zyklen war das nicht viel anders. Verständlich…wer will während der Geburt des Internets schon lieber in Traktoren als in Cisco investieren…

Entsprechend zeigte sich der Dow Jones Industrial Average deutlich verhaltener mit einem mageren Anstieg von nur 0,08 %, da zyklische Schwergewichte und Einzelkatastrophen wie der UnitedHealth Absturz ausbremsten.

Handelsdiplomatie: Irrungen und Wirrungen

Handelspolitisch war der Juli (erneut) geprägt von historischen Kapriolen. Ein Musterstück bildete das am 27. Juli verkündete US-EU-Handelsabkommen, das nach monatelangen zähen Verhandlungen zwischen Präsident Trump und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Schottland besiegelt wurde.

Das Abkommen etablierte 15-prozentige Zölle auf die meisten EU-Importe – deutlich weniger als die ursprünglich angedrohten 30 %, aber dennoch eine erhebliche Belastung gegenüber den vorherigen durchschnittlich 2,4 %. Besonders bemerkenswert waren die strukturellen Komponenten: Die EU verpflichtete sich zum Kauf von 750 Milliarden Dollar an US-Energieexporten über drei Jahre und zu Investitionen von 600 Milliarden Dollar in die USA bis 2028. Doch kaum verkündet kamen schon wieder Dementis, Fragen, Nachverhandlungen und jede Menge Social Media Posts. Ohnehin eine merkwürdige Kommunikationsform internationaler Diplomatie, die sich hier entwickelt.

Ähnlich ging es mit Japan, Indonesien, den Philippinen und Vietnam. Mit allen wurden Framework-Vereinbarungen getroffen, die alle um 15-prozentige Basissätze kreisten und zugleich jede Menge Fragen offenließen.

Währungen und Rohstoffe: Dollar-Stärke und Edelmetall-Boom

Nach sechs Monaten deutlicher Verluste erlebte der US-Dollar im Juli sein erstes monatliches Plus des Jahres 2025. Der Dollar-Index (DXY) stieg um etwa 3,2 %. Mehr als Gegenbewegung eines völlig überlaufenen „Short-Dollar-Trades“ als aus wirtschaftlicher Substanz. Immerhin hatte der Dollar zuvor den stärksten Rückgang seit über fünf Jahrzehnten erlebt.

Morgan Stanley-Analysten prognostizierten entsprechend auch eine Fortsetzung der langfristigen Dollar-Schwäche und erwarten weitere Verluste von bis zu zehn Prozent bis Ende 2026.

Technologie-Sektor: KI-Revolution und Mega-Cap-Dominanz

Der Juli gehörte unzweifelhaft den Technologie-Giganten, die sowohl durch spektakuläre Quartalszahlen als auch durch revolutionäre Produktankündigungen glänzten. Der IT-Sektor stieg um über fünf Prozent und war damit der beste Performer im S&P 500.

Unsere Advanced Micro Devices (AMD) krönte sich zum absoluten Star mit einem spektakulären Anstieg von 24,25 %, nachdem das Unternehmen starke Quartalszahlen vorlegte und seine Position als „zweitbester AI-Vendor“ nach Nvidia zementierte. AMD profitierte von seinem Advancing AI Event, bei dem neue GPUs als Konkurrenz zu Nvidias Blackwell-Chips vorgestellt wurden.

Nvidia behielt trotz regulatorischer Herausforderungen seine Dominanz und erreichte erneut eine Marktkapitalisierung von knapp vier Billionen Dollar. Das Unternehmen navigierte geschickt durch die komplexen China-Exportbeschränkungen und konnte seine Blackwell-Architektur erfolgreich in Vollproduktion bringen.

Microsoft demonstrierte trotz gemischter Signale seine Stärke mit zwölf Prozent Umsatzwachstum und einem ehrgeizigen 80-Milliarden-Dollar-Investitionsplan für 2025, fokussiert auf KI-Infrastruktur.

Amazon überzeugte mit robusten AWS-Zahlen: Der Cloud-Gigant meldete 29,3 Milliarden Dollar Umsatz bei 17 % Wachstum und unterstrich seine Führungsposition im Cloud-Computing.

Fazit: Ein Monat der Dichotomien

Der Juli 2025 wird als Monat der Extreme und Widersprüche in die Finanzgeschichte eingehen. Während die Märkte neue Rekorde feierten und eine fast schon gespenstische Ruhe ausstrahlten, brauten sich unter der Oberfläche bereits die Stürme der kommenden Monate zusammen.

Die Märkte zeigten eine bemerkenswerte Fähigkeit, sich auf die positiven Narrative zu fokussieren: Handelsabkommen, starke Tech-Earnings, und regulatorische Klarheit bei Kryptowährungen übertönten die leiseren, aber persistenten Warnsignale eines sich verlangsamenden Arbeitsmarktes und zunehmender geopolitischer Komplexitäten.

Für Investoren stellte der Juli sowohl Triumph als auch Warnung dar. Die Konzentration der Performance auf wenige Mega-Cap-Technologieaktien, die zunehmende geldpolitische Komplexität und die fragilen Fundamentaldaten erinnerten daran, dass gerade in Zeiten euphorischer Märkte Vorsicht und Diversifikation essenziell bleiben.

Besondere Entwicklungen Fonds

Wir sind mit einer Absicherungsquote von nur noch 33 % in den Monat gestartet, diese blieb bis auf wenige Tage auch konstant. Nur über die Wochenenden hatten wir diese regelmäßig auf 70 % erhöht, um mögliche unliebsame Überraschungen – die merkwürdigerweise meist an Wochenenden geschehen, wenn die Börsen geschlossen haben und keine Reaktionen erlauben – vorzubeugen. Unsere EUR-USD Absicherung war bis zum 28.7. auf 100 %.

Auch bei den Aktien waren wir aktiv und haben vor den Quartalszahlen Qualcomm verkauft, die danach auch direkt zehn Prozent nachgaben. Ebenso haben wir uns von AON und KLAC getrennt, da alle drei eine deutlich zu hohe Bewertung aufweisen, die aus unserer Sicht ein weiteres Halten nicht rechtfertigen würden. Wir werden diese grundsätzlich qualitativ guten Aktien aber im Blick behalten, um sie eines Tages zu einem angemessenen Preis wieder ins Depot zu nehmen.

Marktentwicklung im Juli 2025

Der S&P 500 ist im Berichtszeitraum (01.07. bis 31.07.25) um 5,21 % gestiegen, der technologielastige Nasdaq 100 verbuchte ein Plus von 5,42 % jeweils in Euro.

Der DM Premium Strategie defensiv handelte per Ende Juli 2025 bei 90,89 Euro, der offensive Fonds handelte per Ende Juli 2025 bei 131,13 Euro.

Der Dow Jones Industrial Average in Euro stieg zum Vergleich um 3,06 % in Euro.

Mit den besten Wünschen für eine glückliche Zeit

Ihr

Dirk Müller & Fonds Team

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